Wie die Gemeinde Bachs angibt, sind die Bohrungen, die bereits eine Tiefe von 500 Meter erreichen, für die Gesteinsprüfung des Lagers radioaktiver Abfälle wicht
Bauarbeiten
Ein Schutzhelm eines Bauarbeiters. (Symbolbild) - pixabay

Seit dem 10. September 2021 ist das Nagra-Bohrgerät bereits über 500 Meter tief in den Boden vorgedrungen. Die Arbeiten laufen nach Plan und kommen gut voran. Voraussichtlich im März 2022 wird die Bohrung abgeschlossen.

Seit Anfang September wird in Bachs, nahe der alten ARA, gebohrt. Über 1000 Meter tief wollen die Nagra-Geologen in die Gesteinsschichten vordringen.

«Wir wollen Gesteinsproben, sogenannte Bohrkerne, an die Oberfläche holen und im Labor untersuchen», erklärt Lukas Oesch. Oesch ist verantwortlich für die Zusammenarbeit mit der Region Nördlich Lägern, zu welcher auch die Gemeinde Bachs gehört.

«Nur wenn wir die Gesteine im Untergrund der drei verbleibenden Standortregionen genau kennen, können wir den sichersten Standort für ein Tiefenlager für die radioaktiven Abfälle der Schweiz bestimmen», so Oesch. Mit dem Bohrfortschritt ist Oesch zufrieden, bereits über 500 Meter sind geschafft.

Gearbeitet wird rund um die Uhr

Aus technischen Gründen wird bei einer Tiefbohrung rund um die Uhr gebohrt. Dies führt zu Emissionen wie Lärm, Licht oder Verkehr. «Wir machen viel, um die Emissionen so gering wie möglich zu halten», sagt Oesch.

Zu Beginn der Bohrung lief aber nicht alles optimal. Der Bohrplatz war zu hell beleuchtet und einige der Leuchten waren nicht abgeschirmt. In Absprache mit den betroffenen Anwohnern wurde die Beleuchtung angepasst. Auf der 24-Stunden-Hotline der Nagra gingen auch ein paar Anrufe betreffend Lärm ein.

Nach ersten Sofortmassnahmen wird zusätzlich eine Lärmschutzwand errichtet, um die Anwohnenden bestmöglich vom Lärm abzuschirmen. «Für die Unannehmlichkeiten in der Anfangsphase möchten wir bei den Bachsern an dieser Stelle um Entschuldigung bitten.

Wir sind dankbar für das Verständnis der Anwohnenden und die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde», sagt Oesch. Erfahrungsgemäss sei der erste Bohrabschnitt jeweils am lautesten. «Das Schlimmste ist bereits geschafft», so Oesch.