Wie die Gemeinde mitteilt, ist die derzeitige Corona-Situation keinesfalls bedenkenlos. Dies bestätigen wieder vermehrte stationäre Fälle im Spital Davos.
Rathaus Davos.
Rathaus Davos. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Die derzeit teilweise schwierige Informationslage zur epidemiologischen Entwicklung mit der Virusvariante Omikron führt zu ambivalenten Schlussfolgerungen in der Bevölkerung. Die derzeitige Situation ist jedoch keinesfalls bedenkenlos, dies bestätigen wieder vermehrte stationäre Fälle im Spital Davos sowie vermehrte Ansteckungen in der älteren Bevölkerung. Der Pandemiestab weist mit Nachdruck darauf hin, dass die persönlichen Schutzmassnahmen weiterhin sehr hohe Priorität haben müssen.

Nachdem letzte Woche zeitweise keine stationären covidbedingten Aufenthalte im Spital Davos zu verzeichnen waren, sind derzeit sechs Personen in stationärer Behandlung. Es handelt sich um ältere Personen, mit Ausnahme einer ungeimpften Person unter 50 Jahren. Bisher wurde die ältere Generation in der Bevölkerung eher unterdurchschnittlich von der hochansteckenden Virusvariante Omikron erreicht. Je länger je mehr werden aber auch diese Personengruppen mit Ansteckungen konfrontiert, vor allem im familiären Umfeld.

Schwierige Informationslage untergräbt konsequentes Verhalten

Über die Situation mit Omikron erreichen die unterschiedlichsten Nachrichten aus anderen Ländern die Schweiz. Die epidemiologische Lage und auch die Schutzmassnahmen der Länder sind teilweise sehr unterschiedlich bis widersprüchlich. Dies führt auch in der Bevölkerung zu sehr verschiedenen Beurteilungen und Schlussfolgerungen im Umgang mit den persönlichen Schutzmassnahmen. Der Pandemiestab hält fest, dass betreffend Auswirkungen von Omikron bei der älteren Generation noch keineswegs Entwarnung gegeben werden kann und es deshalb unverantwortlich ist, die persönlichen Schutzmassnahmen zu vernachlässigen. Maske tragen, Abstand halten, Hände waschen, Räume lüften und die Reduktion physischer Kontakte sind nach wie vor essentiell.

Die Kantonspolizei Graubünden hat in der vergangenen Woche sieben Nachtlokale, drei Restaurants und fünf Beherbergungsbetriebe kontrolliert. Dabei kam es zu einzelnen Beanstandungen, hauptsächlich zur mangelhaften Umsetzung der Maskentragpflicht. In diesen Fällen wurden Nachkontrollen angekündigt.

Zahlreiche positive Fälle bei den Pooltestungen zu Schulbeginn

Zu Schulbeginn wurden noch einmal die Pooltestungen durchgeführt. Von den rund 100 Pooltestungen an der Davoser Volksschule waren vergangenen Montag 17 positiv ausgefallen. Bislang lag das Maximum bei sieben positiven Pooltestungen. Da nach dem Ferienende der Schulpräsenzunterricht erst mit dem Tag der Pooltestungen aufgenommen wurde und die festgestellten Ansteckungen somit im familiären beziehungsweise freizeitlichen Umfeld geschehen sind, wurde vom Gesundheitsamt Graubünden aufgrund der positiven Pooltestungen kein Fernunterricht verfügt. Es wird ab sofort von der Schule ein grosses Augenmerk darauf gelegt, dass die Masken, die ab der 3. Klasse vorgeschrieben sind, auch richtig getragen werden. Kinder der 1. und 2. Klasse sowie der Kindergärten werden weiterhin getestet.

Impfen und testen weiterhin wichtig

Die gegenwärtige Situation ist für die Bevölkerung, für die Betriebe und die Gesundheitseinrichtungen sehr herausfordernd. Der Pandemiestab ersucht alle Betroffenen, den persönlichen Schutzmassnahmen weiterhin ein hohes Augenmerk zu schenken. Keinesfalls darf ein Schlendrian Einzug halten. Extreme Haltungen von Panikmache bis Partyhysterie sind fehl am Platz. Der Pandemiestab hält ein gutes Angebot fürs Impfen und Testen weiterhin parat.

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