In ihrem Jahresbericht 2021 blickt die Fachhochschule Graubünden auf ein erfolgreiches wie auch herausforderndes Jahr zurück.
FH
Digital-Business-Management-Studentin Mara Carl und Pepper praesentieren das Logo der FH Graubuenden. - nordlichtphoto/Steffi Blochwitz

Ein Studium an der FH Graubünden erwies sich auch im zweiten Corona-Jahr als beliebt: 604 Studenten nahmen im September 2021 ihr Bachelor- oder Masterstudium an der Bündner Hochschule in Angriff.

Damit ist die Anzahl Neustudierender im Vergleich zum Vorjahr zwar etwas tiefer, doch im mehrjährigen Vergleich handelt es sich um eine der besten Anmeldezahlen. Total waren im vergangenen Jahr über 2400 Studierende für eine Aus- oder Weiterbildung an der FH Graubünden eingeschrieben.

Aufgrund der andauernden COVID-19-Pandemie entwickelte sich der Umsatz in der Forschung hingegen schleppend: Der Gesamtumsatz, den die FH Graubünden im Jahr 2021 mit Forschungs- und Dienstleistungsprojekten erzielte, sank im Vergleich zu 2020 um 1,9 Prozent auf 10,4 Millionen Franken. Einen guten Überblick über die Forschungstätigkeiten der FH Graubünden zeigt der vor kurzem publizierte Bericht «Einblicke in die Forschung – Ausgabe Mai 2022» auf.

Attraktive Arbeitgeberin

Insgesamt schliesst die FH Graubünden das Jahr 2021 mit einem Gewinn von 0,39 Millionen Franken ab (2020: 9450 Franken). Die Personalkosten wie auch der Sach- und Dienstleistungsaufwand sind in der Summe unterproportional zu den Erträgen angestiegen und haben den Ertragsüberschuss ermöglicht. So kann auf der Ertragsseite ein Wachstum von 2,72 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr festgestellt werden.

Angesichts der COVID-19-Pandemie ist das ein erfreuliches Ergebnis. Im vergangenen Jahr waren 312 Arbeitnehmende (Hochschulleitung, Mitarbeitende in der Aus- und Weiterbildung, Forschung, Dienstleistung und Verwaltung sowie Lernende) an der FH Graubünden fest angestellt.

Bereits seit dem Jahr 2004 bildet die Hochschule auch Berufslernende aus, aktuell sechs Lernende in fünf Berufen. Zusätzlich waren 426 Lehrbeauftragte sowie 536 Gastdozierende und Hilfskräfte an der FH Graubünden tätig, was ein Total von 1274 Personen für das Jahr 2021 ergibt.

Beitrag zur Regionalentwicklung

Zeitgleich mit dem Regierungsprogramm 2021–2024 des Kantons Graubünden hat die FH Graubünden ihre neue Strategieperiode gestartet. Stand im Jahr 2021 der strategische Entwicklungsschwerpunkt «Innovatives Lebenslanges Lernen» mit innovativen Lehr- und Lernformaten im Fokus, lautet das Fokusthema im Jahr 2022 «Beitrag zur Regionalentwicklung».

Nebst einem Beitrag zur Gestaltung des Wirtschaftsstandortes Graubünden möchte die Hochschule Wertschöpfungspotenziale im Kanton erschliessen. So soll beispielsweise das ab 2022 angebotene zweistufige Zertifizierungsprogramm, das in Kooperation mit der Graubündner Kantonalbank und der MINT-Academy entwickelt wurde, Mitarbeitende aller Branchen in Graubünden auf die Veränderungen durch die Digitalisierung vorbereiten.

Ein ebenso wichtiger Part spielt das Konzept der Reallabore. Sie bieten den Rahmen, die Herausforderungen und Themen der Region unter Einbezug aller Akteure anzugehen, um gemeinsame, zukunftsfähige Lösungen zu finden. Bereits eröffnet sind Standorte in der Surselva und im Bergell. Die weiteren Entwicklungsschwerpunkte in dieser Strategieperiode widmen sich dem Fachhochschulzentrum, der Technik sowie der Gesundheit.

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