Wizards geben Spiel aus der Hand – Serie bleibt offen

Lange sieht es nach einem Sieg der Wizards Bern Burgdorf aus, doch im letzten Drittel kippt die Partie. Die Skorps schlagen zurück und holen sich Spiel drei.

Wizards Bern Burgdorf
Mirjam Wyss von den Wizards Bern Burgdorf. - Wizards Bern Burgdorf

Der Start ins erste Drittel verlief etwas holprig, berichten die Wizards Bern Burgdorf. Die Skorps machten von Beginn an enorm viel Druck und zwangen die Wizards immer wieder zu Fehlern.

Das zahlte sich in der fünften Minute aus: Die Gäste gingen mit 1:0 in Führung. Doch auch die Skorps hatten Mühe, mit dem hohen Tempo und dem Druck umzugehen und leisteten sich ihrerseits Fehler.

Ebenfalls in der sechsten Minute setzten die Wizards ihre Gegnerinnen unter Druck, erzwangen einen Fehlpass und Nina Gerber nutzte die Gelegenheit eiskalt zum Ausgleich. Die Wizards waren nun im Spiel angekommen – und sie legten gleich nach.

Nur zwei Minuten später profitierte erneut Nina Gerber von einem Fehler der Gegnerinnen und brachte ihr Team mit 2:1 in Führung. Kurz vor Ende des ersten Drittels mussten die Wizards nach einer Strafe noch ins Boxplay. Dieses überstanden sie jedoch souverän und ohne grosse Komplikationen. So ging es mit einer knappen Führung in die erste Pause.

Trotz schwachem Powerplay: Wizards erhöhen auf 3:1

Zu Beginn des zweiten Drittels kassierten die Skorps ihre erste Strafe, und die Wizards bekamen die Chance, in Überzahl zu agieren. Doch das Powerplay wollte nicht wie gewünscht funktionieren.

Das Balltempo fehlte, die Anschlüsse waren nicht präzise genug und so blieb diese Möglichkeit ungenutzt. Rund zehn Minuten später bot sich die nächste Überzahlsituation. Diesmal wollte man es besser machen, schneller spielen und entschlossener abschliessen.

Doch die Emmentalerinnen verteidigten stark und machten es dem Heimteam schwer. Auch dieses Powerplay blieb ohne Torerfolg. Doch die Wizards zeigten, dass sie auch ohne Überzahl treffen können: In der 40. Minute war es Mirjam Wyss, die das viel umjubelte, 3:1 erzielte. Mit diesem wichtigen Treffer ging es in die zweite Pause.

Wizards verlieren den Faden

Für das letzte Drittel war klar: Noch einmal alles geben, gemeinsam kämpfen und sich gegenseitig unterstützen. Doch genau das gelang den Wizards in den ersten Minuten nicht wie gewünscht. Die Skorps machten erneut mächtig Druck, überraschten die Wizards und verkürzten in der 44. Minute auf 3:2.

Die Wizards versuchten sich zu sammeln, doch plötzlich wollte kaum noch etwas gelingen. Nur eine Minute später gelang den Skorps bereits der Ausgleich zum 3:3. Nun begann das Spiel zu kippen.

Die Gäste nutzten ihre Chancen konsequent aus, während die Wizards den Faden und ihr eigenes Spiel aus den Augen verloren. In der 47. Minute gingen die Skorps mit 4:3 in Führung. Zwar bot sich den Wizards wenig später noch einmal die Chance im Powerplay, doch auch im dritten Überzahlspiel des Abends blieb der ersehnte Treffer aus.

Offene Defensive wird bestraft

In der Schlussphase versuchten die Wizards nochmals alles. Ella-Fée Gerber verliess das Tor, und das Team agierte mit einer zusätzlichen Feldspielerin. Doch auch dieses Risiko wurde nicht belohnt: Die Skorps nutzten die Situation aus und erzielten noch zwei Empty-Net-Tore. Eine Aufholjagd blieb aus, das Spiel endete mit 6:3 zugunsten der Gäste.

Damit geht Spiel 3 der Halbfinalserie an die Skorps. Bereits am Sonntag bietet sich die nächste Chance, eine Reaktion zu zeigen und zu beweisen, dass die Wizards das stärkere Team sind.

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