Skorps liefern packendes Duell – am Ende knapp unterlegen

Der UHV Skorpion Emmental zeigte in Zug viel Kampfgeist: Nach Rückstand kämpfte das Team bis zuletzt, verlor aber knapp 8:6 gegen Zug.

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Floorball. (Symbolbild) - Pixabay

Wie UHV Skorpion Emmental berichtet, ging es voll motiviert, nach dem samstäglichen Sieg in Wald gegen Laupen, nach vorne in der Tabelle noch was reissen zu können, nach Zug zum Innerschweizer Star Ensemble…

Und was für einen Start die Skorpioninnen hinlegten! Zug wurde regelrecht in ihrer Zone eingeschnürt, die Grünen störten früh und kamen zu Chancen und Schussgelegenheiten noch und nöcher!

Und als dann die Zuger Verteidiger vor lauter Stress auch noch den Ball Michelle Gerber «überliessen», war sie Tatsache, die frühe, verdiente Führung! Die Gäste powerten munter weiter, Zug war überhaupt nicht im Spiel angekommen, da «stocherte» Lea «Hani» Hanimann das 2:0 über die Linie!

Abschlüsse nach circa zwölf Minuten: Zug 5, Skorps 19 (!!) Und dann, spürte man wieder einmal, wie hart, ungerecht und launisch Sport sein kann…

Unglaubliche Wendung: Skorps im Rückstand

Der sechste Schuss für Blau-Weiss war gefühlt der erste Fehler der Bernerinnen, und schon stand es nach dem perfekt ausgenutzten Fehler 1:2 durch Salome Müller. Es war dann Schuss sieben nach einem missglückten Aufbauversuch und Schuss acht oder neun nach einem Ballverlust in der Ecke und dem daraus resultierenden Querpass zu (ausgerechnet) Spichiger die Backhand verwertet zur 3:2-Führung!

Eine Führung, die wohl niemand in der Halle so recht nachvollziehen konnte. Was war da jetzt passiert? Wie um alles in der Welt konnten die Gäste nach diesem Drittel nicht führen, gar in Rückstand sein…

Etwas geknickt waren sie schon vor der Pause, die Ladys aus Zollbrück… und danach? Gar nicht mehr! Jetzt ging die Eli-Show los. Nach nur sieben Sekunden im zweiten Drittel traf jene nämlich zum ersten von vier (!!) Malen, der Ausgleich!

Skorps dominieren – doch Zug nutzt jede Chance

Und jetzt ist der Zeitpunkt, unserem Gegner ein Kränzchen zu winden! Die Skorps wollten mehr, war man doch gut aufgelegt und heute den Meisterschafts-Mitfavoriten überlegen!

Allerdings war jetzt alles etwas ungeduldiger und weniger genau als im ersten Drittel, und Zug nutzte das grossartig aus… Sie hatten nicht viel in diesem Spiel, aber was sie bekamen, nutzten sie beinahe perfekt.

Vier Konter wurden alleine im zweiten Abschnitt zum Teil wunderschön zu Ende gespielt (einer gar in Unterzahl)! Vor allem Isa Gerig's Linie war absolut Eiskalt!

Tolle Leistung und doch 7:3 zurück …

Jetzt wären die Skorps nicht jenes Team 25/26, wenn sie aufgegeben hätten, nein, es wurde bis zur letzten Sekunde gefightet, alles versucht, gepowert und im Falle von Chuda auch gescort.

Auch beim Stand von 8:4 wenige Minuten vor Schluss gab niemand auf, Abplanalp nahm sein Timeout und schickte zuerst das Powerplay und dann die sechs besten anstelle der Torhüterin aufs Feld, und sie «motorten» weiter, trafen noch zweimal und verkürzten noch auf 8:6.

Was für einen Charakter hat dieses Team? Eine der besten Leistungen der Saison, und doch lief fast alles gegen die Cupfinalistinnen. Brutal effiziente Zuger schossen Tor um Tor, ohne dass sie viel fürs Spiel taten, und doch gab das Team von Captain Thomi nie auf!

Dieses Team kann noch sehr viel erreichen, wenn es etwas mehr Glück als gestern hat und auf einen Gegner mit irdischer Effizienz trifft. Doch so war es halt doch irgendwie «aube Schad».

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