Skorps siegen im Penaltykrimi und holen Serienführung
Mit starken Nerven in Zollbrück: UHV Skorpion Emmental bezwingt Chur United 3:2 nach Penalty und holt sich in einem packenden Duell die 2:1-Serienführung.

Wie UHV Skorpion Emmental berichtet, stand Spiel drei in der Viertelfinalserie zwischen den Skorps und Chur im Zeichen des ersten Heimspiels in Zollbrück und sollte sich im Vergleich zu den ersten beiden Hinspielen sehr unterschiedlich zeigen.
Erster Unterschied: Die Skorps eröffneten das erste Mal in der Serie das Score. Eli Chuda erwischte Keeperin Juon mit einem Rebound zwischen den Beinen, nachdem Siegenthaler die freigelaufene Salzmann für einen Abschluss bedient hat.
Das Ganze ereignete sich nach gut acht Spielminuten und war die logische Folge der dominanten Startphase der Skorpioninnen. Chur ihrerseits fand in dieser Phase fast keinen Weg vor das Tor von Töndury und bei den seltenen Fällen glänzte die Torhüterin und spätere Bestplayerin mirakulös.
Taktisches Duell – Chur gleicht aus
Dass es nach Drittel eins nur 1:0 stand, mussten sich die Skorps wohl selbst zuschreiben, viel Zeit, den verpassten Chancen nachzutrauern, blieb allerdings nicht. Nach zehn Minuten Verschnaufpause eröffneten die Unparteiischen den Mittelabschnitt.
Sei es aufgrund intensiver Videoanalysen und Vorbereitung auf dieses Spiel drei oder weil die Teams wirklich sehr auf Augenhöhe spielten, aber ab sofort schien eine Neutralisierung der beiden Spielanlagen Eingang ins Spiel zu finden.
Es glich nun eher einer taktischen Schachpartie, hier und da gespickt mit Playoffemotionen und kleinen Scharmützeln, aber ansonsten eher fehler- und ereignisarm. Ebenfalls spätere Bestplayerin Wyss aus Chur vermochte das Spiel kurz vor der Hälfte nach einem Konter auszugleichen. Der Ausgleich war bis dahin nicht mehr unverdient, aber doch eher schmeichelhaft.
Traumtor, Ausgleich – und Verlängerung erzwungen
Schmeichelhaft fürs Auge dann der Abschluss von Mary Thomi drei Minuten später, der von der Mittellinie den Weg ins obere Eck fand, herrlich! Wer jetzt aber glaubt, dieser Doppelschlag öffne einen Knopf im Spiel, hat weit gefehlt.
Bevor Hanimann fünf Minuten vor Schluss nach einer sehr hart gepfiffenen Strafe die Bank hüten musste, versank das Spiel wieder in der vorgängigen Schachspielattitüde. Das Boxplay, eine grosse Stärke der Emmentalerinnen, hielt dicht.
Allerdings musste man gleich in der folgenden Minute den Ausgleich durch Weis hinnehmen, die nach einem Ballverlust in der Mittelzone zu viel Platz erhielt und Töndury mit einem platzierten Hochschuss düpierte.
Die Unparteiischen versuchten in der Folge mit vielen Pfiffen, den aufkommenden Emotionen entgegenzuwirken, und die beiden Teams passten sich an und retteten sich jeweils in die Verlängerung.
Skorps jubeln im Penaltyschiessen
Auch die nächsten zehn Minuten sind schnell erzählt: Vereinzelte Chancen vor Juon und Töndury, die beiden blieben aber immer Siegerinnen, und Spiel drei musste über die volle Distanz. Kein Team wollte mehr den spielentscheidenden Fehler machen, und so blieb dieses Spiel im Vergleich zu den ersten beiden relativ torarm.
Vielleicht zeigt ja das nun folgende Penaltyschiessen noch im Netz zappelnde Bälle… Eben noch erfolgreiche Torschützin Weis scheiterte nun als erste Schützin an Töndury und Rozite tat es ihr nach.
Weil inzwischen sowohl Naja Ritter als auch Lea Hanimann die eingewechselte Florin bezwangen, stand Wyss als dritte Churer Schützin bereits ziemlich unter Druck. Sie blieb souverän. Aber auch Eli Chuda hatte keine Mühe, den Ball nach einem guten Move im leeren Tor unterzubringen, und nachdem Töndury den dritten Big-Save gegen Faisst auspackte, war der Heimsieg der Skorps amtlich.
Verdiente Führung – Spiel vier folgt am Donnerstag
Ein wichtiges Stück Arbeit wurde belohnt und beschert den Skorps die 2:1 Serienführung. Bereits am Donnerstag steigt Spiel vier wiederum in der BOE. Um 20 Uhr wird zum nächsten Tanz (oder Schachspiel?) angepfiffen.






