Gegen Fahrplan-Kürzungen: Stadt verlangt Nachbesserungen
Der Stadtrat Bülach wehrt sich gegen die Fahrplanentwürfe für 2027/28. Kritisiert werden insbesondere die Angebotsreduktionen in den Quartieren Allmend und Süd.

Wie die Stadt Bülach berichtet, hat sie die Fahrpläne des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) für die Jahre 2027/2028 vertieft geprüft. Mit dem reduzierten Angebot an den Haltestellen Kaserne und Niederflachs ist der Stadtrat nicht einverstanden. Er hat dazu ein Begehren eingereicht.
Der Stadtrat bedauert auch den Wegfall des Städtlibus (Rundkurs der Linie 501). Die Rückmeldungen der Bevölkerung aus der öffentlichen Auflage der Fahrpläne 2027/2028 hat die Stadt beurteilt und an die PostAuto AG weitergeleitet.
Mit dem Fahrplanentwurf 2027/2028 droht dem Quartier Allmend an den Haltestellen Kaserne und Niederflachs ein markanter Abbau. Die neu vorgesehene Buslinie 505 kann den Wegfall der Linie 525 nicht kompensieren. Deutlich weniger Abfahrten pro Haltestelle, eine klare Reduktion der Anschlüsse an die Bahnverbindungen und eine spürbare Verkürzung der Betriebszeiten sind die Folge.
Stadt fordert gleichwertiges Angebot für Bülach Allmend
Der Stadtrat spricht sich gegen diesen Abbau aus und fordert für den Fahrplan 2027/2028 ein zur heutigen Situation vergleichbares Angebot. Dazu soll die neue Linie 505 während der gesamten ordentlichen Betriebszeit zwischen 6 und 24 Uhr mindestens im Halbstundentakt verkehren.
Ergänzend zum Begehren an die PostAuto AG wird sich der Stadtrat auch an der regionalen Verkehrskonferenz Zürcher Unterland vom 18. Mai 2026 dafür einsetzen, dass das Allmend-Quartier gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen bleibt.
Die neue Linienführung in den Stadtteilen Soli, Bergli, Frohhalden und Schwerzgrueb verbessert den Anschluss an den Bahnhof. Gleichzeitig geht damit die Verbindung dieser Quartiere untereinander und nach Bülach Süd verloren, die durch den Städtlibus gegeben ist. Der Stadtrat bedauert dies und wünscht, dass solche Querverbindungen zwischen den Quartieren bei den nächsten Fahrplanverfahren wieder eingeplant werden.
Begehren aus der Bevölkerung geprüft und weitergeleitet
Die Fahrpläne für 2027/2028 lagen zwischen dem 9. und 29. März öffentlich auf. Über die städtische Mitwirkungsplattform sind 37 Rückmeldungen zu 15 Themen eingegangen. Die Stadt Bülach hat die Begehren aus der Bevölkerung gesammelt, geprüft und zusammen mit einer Beurteilung an die PostAuto AG weitergeleitet.
Die PostAuto AG wird die Begehren ihrerseits beurteilen und über die regionale Verkehrskonferenz Zürcher Unterland schliesslich dem ZVV vorlegen. An der regionalen Verkehrskonferenz selbst wird sich die Stadt Bülach nochmals für ihre Anliegen einsetzen. Der ZVV unterbreitet die Fahrpläne schliesslich dem Verkehrsrat zur Genehmigung.










