Wie die Gemeinde Buchs SG mitteilt, wurden gemäss dem Leiter für Öffentliche Sicherheit in Buchs, Mirco Keller, drei Notfallstandorte in Buchs festgelegt.
Die Churerstrasse in Buchs (SG).
Die Churerstrasse in Buchs (SG). - Nau.ch / Simone Imhof

Seit 1. September 2021 führen die Gemeinden im Kanton St.Gallen Notfalltreffpunkte für die Bevölkerung ein. Diese dienen als Treffpunkte bei Krisenereignissen. In Buchs wurden drei Treffpunkte bezeichnet. Sie befinden sich bei den Turnhallen in Räfis, im Flös und im Hanfland.

Verseuchtes Trinkwasser, tagelanger Stromausfall, ein Ausfall der Notfallnummern oder zerstörte Infrastruktur nach einem Erdbeben: Bei Katastrophen, Notlagen oder anderen Grossereignissen muss die Bevölkerung rasch informiert und unterstützt werden.

Hierfür richten die Gemeinden in Zusammenarbeit mit dem Kanton sogenannte Notfalltreffpunkte ein. Diese dienen der Bevölkerung als Anlaufstelle für Informationen, als Abgabestelle für Hilfsgüter oder als Sammelplatz im Fall einer Evakuierung. Weiter können am Notfalltreffpunkt auch Notrufe an die Blaulichtorganisationen abgesetzt werden.

Bezeichnung mit Signaltafel

Die Bevölkerung erkennt die neuen Notfalltreffpunkte anhand der Signaltafeln, welche die Gemeinden installieren werden. Bereits haben alle Einwohnerinnen und Einwohner die Informationsbroschüre «Ihre Anlaufstelle im Ereignisfall» per Post zugestellt erhalten.

Die Broschüre enthält Angaben zu Alarmierungsarten, zu Evakuierungen, zum Notgepäck oder Notvorrat. Die Notfalltreffpunkte müssen zu Fuss innert 30 Minuten erreichbar sein. Sie müssen zudem innert einer Stunde betriebsbereit und witterungsunabhängig sein.

Im Ereignisfall werden die Notfalltreffpunkte mit Unterstützung der Feuerwehr durch den Zivilschutz betrieben. Auf der Webseite sind sämtliche Notfalltreffpunkte aufgeführt.

Die Notfalltreffpunkte sind ein Resultat der nationalen Sicherheitsverbundübung SVU14. Damals wurden die Szenarien Blackout und Pandemie durchgespielt.

Alertswiss-App gratis zum Download

Es zeigte sich, dass die Behörden und Einsatzkräfte die Bevölkerung im Falle eines Ausfalls der üblichen Kommunikationskanäle nur schlecht und später nur mit grosser Zeitverzögerung erreichen können. Aus dieser Erkenntnis heraus entstand die Idee der Notfalltreffpunkte.

Mirco Keller verweist auch auf die Alertswiss-App, die zu installieren sich auf alle Fälle lohnt. Sie ist zudem gratis. Mit der nationalen Alarm-App Alertswiss erhalten die Nutzer Alarme, Warnungen und Informationen für unterschiedliche Gefahren direkt auf ihre Smartphone.

Zusätzlich kann ein persönlicher Notfallplan erstellt werden. Parallel zu den Meldungen in der App werden die Ereignisinformationen auch auf der Alertswiss-Webseite publiziert.

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