Wasser gut, alles gut
Die Wasserversorgung Turbenthal konnte auch im Hitzesommer 2018 jederzeit die Versorgung mit qualitativ hochstehendem Trinkwasser gewährleisten.

Aktuell leidet die Bevölkerung mehrheitlich wieder unter hohen Temperaturen. Da stellt sich zwangsläufig die Frage, ob die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser sichergestellt ist.
Anteil Grundwasser gestiegen
Die Gemeinde Turbenthal bezieht ihr Wasser aus eigenen Quellen. Zudem «sitzt» sie auf einem sehr mächtigen Grundwasserstrom.
Dieses natürliche Reservoir unter dem Talboden speist das ganze Tösstal von Bauma bis nach Winterthur. Der Schutz dieses Trinkwasser hat höchste Priorität.
Deshalb hat die Bevölkerung der Gemeinden im Mai der Gemeinsamen Anstalt «abwasserfreies Tösstal» zugestimmt. Die Wasserversorgung Turbenthal betreibt neben dem Sportplatz Gmeiwerch ein Pumpwerk.
Damit wurden 2018 197‘000 Kubikmeter Trinkwasser dem Grundwasserstrom entzogen. Gegenüber 2017 sind dies 93‘000 Kubikmeter oder fast 90 % mehr.
Der Anteil Quellwasser ging 2018 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 23 % zurück (von 279‘000 auf 214‘000 Kubikmeter). Während der Hitzeperiode wurden die Turbenthaler Brunner bewusst nicht abgestellt. Hingegen wurde die Bevölkerung zum sparsamen Verbrauch aufgerufen.
Der zuständige Gemeinderat Heinz M. Schwyter meint, dass die Laufbrunnen in den Quartieren eine wichtige Rolle spielten, weshalb das Wasser weiter verfügbar war. Wassersparen wäre eh eine Pflicht, unabhängig von den Temperaturen.
Anlagen sind à jour
Die Wasserversorgung Turbenthal investiert jedes Jahr mehrere hunderttausend Franken in die Erneuerung und Wartung der Anlagen. Die Reservoirs sind alle baulich und technisch auf dem aktuellen Stand.
Auch die Leitungen sind gut im Schuss. Rohrbrüche sind unvermeidlich. Kürzlich genehmigte die Gemeindeversammlung die Kreditabrechnung für die elektronisch ablesbaren Wasseruhren.
Diese bringen eine spürbare Entlastung in der Administration der Wasserversorgung.
Qualität einwandfrei
Das Turbenthaler Trinkwasser ist von sehr guter Qualität. Das Wasser ist hygienisch einwandfrei und muss vor der Abgabe nicht behandelt werden.
Bei der chemischen Beurteilung wurde festgestellt, dass der Nitratgehalt mit durchschnittlich 7.8 mg/l weit unter dem Toleranzwert von 40 mg/l liegt. Einziger Nachteil des Turbenthaler Wassers: Mit durchschnittlich 31.7 °fH ist es ziemlich hart bis hart.
Dies zeigt sich vor allem an den Kalkablagerungen beispielsweise bei den Küchengeräten. Das Wasser weist Sommer wie Winter eine Temperatur zwischen 8 Grad und 11 Grad Celsius auf.






