Eggenwil AG: Hauswasserzähler werden digital ausgelesen
Die Gemeinde Eggenwil AG will die Wasserzähler ab 2027 mobil digital auslesen. Die Gemeindeversammlung vom 20. November entscheidet über den Kredit.

Bislang hat das Bauamt beziehungsweise der technische Betrieb der Gemeinde im Dezember während zwei Wochen die Stromzähler der Elektra Eggenwil und gleichzeitig die rund 270 noch mechanischen Wasseruhren der Wasserversorgung Eggenwil bei allen Kundinnen und Kunden vor Ort abgelesen. Die Hauseigentümer oder Mieter wurden hierfür jeweils gebeten, den Zugang zu den Zählern zu gewähren oder im Falle der Abwesenheit die sich im Briefkasten befindliche Meldekarte ausgefüllt innert einer Woche der Gemeinde zu retournieren. Alternativ konnten die Zählerstände auch per Mail dem Bauamt gemeldet werden.
Ab Februar dieses Jahres wurde die gesamte Gemeinde, welche seit dem Verkauf der Elektra Eggenwil per Anfang 2025 zum direkten Versorgungsgebiet der AEW Energie AG gehört, mit Smart Metern, sogenannten intelligenten Stromzählern, ausgerüstet. Mit der inzwischen abgeschlossenen Umrüstung auf fernauslesbare Geräte entfällt das Ablesen der Stromzähler vor Ort.
Der Gemeinderat sieht nun vor, im kommenden Jahr auch die Wasserversorgung Eggenwil auf ein mobiles digitales Zählerfernauslesungssystem umzurüsten. Damit können inskünftig die Verbrauchsdaten effizient über Funk mittels verschlüsseltem «Drive-By» ausgelesen und danach direkt in das ERP-Verrechnungssystem der Abteilung Finanzen importiert werden. Das vereinfacht den Ausleseprozess stark und ermöglicht sogar eine monatliche Auslesung, etwa bei Zu- und Wegzügen.
Mit der digitalen Technologie und Automatisierung werden die Verwaltungsprozesse optimiert und die Effizienz erhöht. Durch das moderne Zählerfernauslesesystem können die Verwaltungsaufgaben nicht nur schneller und kostengünstiger erledigt werden, sondern gegenüber der bisherigen manuellen Datenübertragung auch Fehlerquellen beseitigt werden.
Für die einmaligen Investitionskosten beantragt der Gemeinderat der kommenden Gemeindeversammlung vom 20. November einen Verpflichtungskredit von brutto 120 000 Franken. Die nach dem Installationsjahr anfallenden jährlich wiederkehrenden Kosten für den Zugang zur Applikation (monatliches Standard-Abonnement für Plattform und Mobile App) samt den monatlichen Kosten pro Messpunkt bei Verwendung der Applikation belaufen sich auf rund 800 Franken pro Jahr.










