Am Sonntag, 27. September 2021 spielte Basel Regio gegen Fribourg und kassierte einen Dämpfer.
Unihockey (Symbolbild)
Unihockey (Symbolbild) - Swiss Unihockey

Unihockey Basel Regio müht sich am ersten Doppelrunden-Weekend zu drei Punkten. Besonders das Sonntagsspiel zeigte schonungslos auf, was bereits in den letzten Partien nicht stimmte.

Aber der Reihe nach: Im Heimspiel vom Samstag traf man auf die bis anhin noch punktelosen Fribourger. Die tabellarische Schere zwischen den beiden Teams machte sich denn auch im Ballbesitz und den Spielanteilen bemerkbar.

Die Saanestädter wurden von Beginn an hinten eingeschnürt und konnten ihrerseits nur selten gefährliche Konter auf Goalie Feigenwinter fahren. Trotz Feldüberlegenheit für UBR wollte nur ein Tor im ersten Drittel fallen, Fabian Frutschi erzielte dieses.

Das zweite Drittel

Im zweiten Drittel fielen dann mehr Tore, leider zu Ungunsten der Basler. Fribourg fand auf UBR-Tore zweimal schnell eine Antwort, um dann sogar mit einer 4:3-Führung in die zweite Drittelspause zu gehen.

Dass Basel Regio auf Rückstände im letzten Drittel zu reagieren vermag, musste auch schon Eggiwil eine Woche zuvor erfahren. Und auch in diesem Spiel fanden die Basler, welche mit kräftig durchmischten Blöcken das letzte Drittel in Angriff nahmen, den Weg zu Torerfolgen.

Drei schnelle Tore sorgten für die 6:5-Führung, welche bis am Schluss mehr oder weniger souverän verteidigt wurde (so rettete Torhüter Feigenwinter die drei Punkte mit einem «Big- Save» 5 Sekunden vor Schluss).

Zu ungeduldig mit dem Ball

Nach dem Spiel fand auch Toni Rintala, Bestplayer der Partie auf Seiten von Regio, klare Worte: «Wir waren zu ungeduldig mit dem Ball, machten technische Fehler, liessen uns das Fribourger Spiel aufzwingen. Gegen Thurgau wird diese Leistung nicht reichen.»

Im zweiten Spiel des Wochenendes wartete ein anderes Kaliber auf die Basler. Torproduktive, mit einer überraschenden Niederlage am Samstag extra geladene Thurgauer luden in Weinfelden zum absoluten Spitzenkampf.

So waren es auch die Ostschweizer, die von der ersten Sekunde dem Spiel den Stempel aufdrückten, die Basler dominierten und ihnen auf ganzer Linie den Schneid abkauften. Kurz zusammengefasst: Basel lief 60 Minuten dem Ball und Gegner hinterher, 12 mal musste der bemitleidenswert alleingelassene Basler Goalie Coray den Ball aus dem eigenen Netz fischen.

Bei fünf gegen fünf konnte UBR das eigene Spiel nicht aufziehen, da Thurgau aggressiv die Ballträger anlief und unzählige Ballverluste provozierte. Bei Strafen des Gegners in Überzahl schoss man sich zweimal selbst ins Bein, in dem man ebenfalls Strafen holte.

Falsche Entscheidungen

Es passte nichts zusammen an diesem Abend. Nebst zahlreichen technischen Unsauberkeiten in der Ballbehandlung wurden auch Mal für Mal falsche Entscheidungen getroffen.

Basel-Finne Niklas Laurila bringt es nach dem Spiel auf den Punkt: «Die Messlatte nach diesem Spiel wird praktisch auf null gesetzt. Wir stehen ganz unten auf der Treppe. Der einzige Weg führt jetzt nach oben. Es war nur ein Spiel, aber die Art und Weise müssen wir ganz klar hinterfragen. Wir fangen wieder bei den Basics an und arbeiten uns hoch.»

Es war eine ordentliche, schallende Ohrfeige, dieses Sonntagsspiel. Bleibt zu hoffen, dass sie wirkt und Basel aus den Fehlern lernt.