Rund 950 Personen äussern sich zum Längholzwald
Eine Umfrage zeigt: Die Mehrheit nutzt den Längholzwald zur Erholung und schätzt Naturbelassenheit. 83 Prozent wünschen sich einen neuen Waldlehrpfad.

Wie die Stadt Biel berichtet, nutzt die Mehrheit der Waldbesuchenden, die an der Befragung teilgenommen haben, den Längholzwald in erster Linie für die Erholung und das Naturerlebnis. Dabei stehen ruhige Aktivitäten wie Spazieren/Wandern (83 Prozent), Ruhe geniessen/Waldbaden (64 Prozent) oder Natur beobachten (61 Prozent) im Vordergrund.
Die Umfrageteilnehmenden schätzen insbesondere Naturbelassenheit und Ruhe; entsprechend hat für sie auch der Naturschutz einen höheren Stellenwert, vor Freizeitaktivitäten oder Holzproduktion.
Die Hälfte der Teilnehmenden fühlt sich bei ihren Besuchen im Längholzwald nicht gestört. Die andere Hälfte stört sich unter anderem an Abfall (56 Prozent), Holzereiarbeiten (52 Prozent) und Zerstörung/Vandalismus (43 Prozent).
Die Befragung bestätigt somit die bereits bekannten Interessenkonflikte zwischen den verschiedenen Waldfunktionen wie z. B. Erholung, Holzproduktion und Waldbiodiversität.
Wünsche der Waldnutzer an die Infrastruktur
Die Umfrage bringt zudem in Erfahrung, welche Erholungseinrichtungen für die Bevölkerung wichtig sind. Das sind Erkenntnisse, die beim Aus-, Neu- oder Rückbau von Infrastruktur einfliessen.
Zum Beispiel werden gemäss Umfrage die beiden offiziellen Picknickplätze Ringe und Heidenstein am häufigsten besucht. Weniger besucht werden die inoffiziellen Feuerstellen am Chräjeberg.
Teilnehmende, die mit Kindern im Längholzwald unterwegs sind – zum Beispiel Lehrpersonen oder Spielgruppen-Leitende – wünschen sich eine Feuerstelle und eventuell Sitzgelegenheiten. Abgesehen davon braucht die Mehrheit keine weitere Infrastruktur.
Für einen neuen Waldlehrpfad spricht sich eine Mehrheit von 83 Prozent aus. Ein neuer Biketrail würde von Bikerinnen und Bikern mehrheitlich begrüsst (33 Umfrageteilnehmende), von den meisten anderen Nutzerinnen und Nutzern hingegen mehrheitlich abgelehnt.
Ergebnisse fliessen ins Besuchskonzept ein
Die Resultate der Befragung werden in die Erarbeitung des Besuchslenkungskonzepts (siehe unten) einfliessen. Die Koordinationsgruppe bestehend aus den Waldbesitzenden, der Stadt Biel, der Einwohnergemeinde Brügg, dem Amt für Wald und Naturgefahren des Kantons Bern, der Schweizerischen Vogelwarte und Umweltverbänden wird die Erarbeitung im Herbst abschliessen.






