Florainventar in Biel: 156 neue Pflanzenarten entdeckt

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Biel/Bienne,

Die erste Saison des Florainventars in Biel zeigt Erfolge: 156 neue Pflanzenarten wurden nachgewiesen und wichtige Daten für das Neophyten-Management gesammelt.

Blick auf Biel.
Blick auf Biel. - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Wie die Stadt Biel berichtet, zieht sie eine positive Bilanz der ersten Saison des Florainventars im Jahr 2025. Das Projekt ist Teil des Aktionsplans Biodiversität 2021 bis 2024 und schafft eine zentrale Datengrundlage für den Schutz und die Förderung der Pflanzenvielfalt auf dem Stadtgebiet. 156 neue Arten wurden nachgewiesen.

Mit dem Florainventar setzt die Stadt Biel ein starkes Zeichen für die Biodiversität im urbanen Raum und zeigt, wie wichtig das Engagement der Bevölkerung für eine vielfältige und lebendige Stadtnatur ist.

Die Erhebung 2025 war ein voller Erfolg: Rund 30 Freiwillige engagierten sich im gesamten Stadtgebiet für die systematische Erfassung der wild wachsenden Pflanzenarten. Dank ihres grossen Einsatzes konnten über 12'800 Fundmeldungen verzeichnet werden.

Insgesamt sind in Biel aktuell 1507 Pflanzenarten dokumentiert. Davon konnten im Rahmen der letztjährigen Erhebung 960 Arten erneut bestätigt werden, während 491 Arten bislang nicht wiedergefunden wurden. Besonders erfreulich ist der Nachweis von 156 Arten, die zuvor noch nie in Biel dokumentiert wurden.

Wichtige Grundlagen für Schutz und Neophyten-Management

Die Daten liefern eine fundierte Grundlage für konkrete Massnahmen: 30 invasive Neophyten sowie 8 potenziell invasive Neophyten wurden erfasst. Dank der präzisen Lokalisierung können diese Arten künftig gezielter bekämpft werden.

Informationen zu Neophyten und wie die Bevölkerung helfen kann, sie zu bekämpfen, gibt es auf der Webseite der Stadt Biel: Invasive Neophyten. Die Stadt bietet mit dem Neophytensack zur kostenlosen Entsorgung invasiver Pflanzenarten und dem Tausch einheimischer Alternativen gegen invasive Straucharten Hand.

Gleichzeitig wurden 39 gefährdete Arten bestätigt, wie zum Beispiel der sehr seltene und schöne Ackerwachtelweizen (Melampyrum arvense). Diese Erkenntnisse ermöglichen es, Fördermassnahmen besser zu steuern.

Ausblick: Wiederholung 2026

Im April 2026 startet die zweite Saison der Erhebung. Wiederum werden engagierte Freiwillige im gesamten Stadtgebiet unterwegs sein. Ziel ist es, die vorhandenen Daten zu ergänzen, abzusichern und verbleibende Lücken zu schliessen.

Das Projekt wird 2027 abgeschlossen. Die Stadt Biel schafft damit eine umfassende und verlässliche Datengrundlage für den langfristigen Schutz der einheimischen Flora sowie für die wirksame Bekämpfung invasiver Arten.

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