Warnung vor Baden im Hochwassergebiet Biel.
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Bis am Bielersee wieder ein normaler Wasserstand im Bereich von 429 müM erreicht wird, kann es Wochen dauern. Zurzeit gilt weiter die höchste Gefahrenstufe 5 für den Bielersee. Die Schifffahrt und das Befahren des Bielersees und der Aare sowie der alten Zihl mit jeglichen Wassersportgeräten inklusive Stand up Paddling bleiben verboten. In der Aare und insbesondere im Büren-Nidau-Kanal sowie der alten Zihl ist das Baden verboten und aufgrund der erhöhten Fliessgeschwindigkeit lebensgefährlich. Vor dem Baden im Bielersee wird dringend abgeraten.

Seit Beginn der Hochwasserlage stehen Feuerwehr und Kantonspolizei im Dauereinsatz

Die Feuerwehr Biel meldete über 100 Einsätze im Zusammenhang mit dem Hochwasser. Die Zivilschutzorganisationen Biel und Nidau Plus haben rund 100 Mann im Einsatz, die dank dem solidarischen Verhalten von Arbeitgebern innert kürzester Frist mobilisiert werden konnten. Sehr viel Schwemmholz beschäftigt die Seepolizei. Bis jetzt ist es gelungen, das Schwemmholz vom Wehr in Port fernzuhalten, so dass dessen Betrieb nicht beeinträchtigt wurde.

Beeinträchtigungen während des Hochwassers

Gemäss einer ersten Bilanz wurde das Quartier Beundenring in Nidau, das Gymnasium Biel-Seeland, die Seezone in Ipsach und Liegenschaften am Strandweg in Twann vom Hochwasser am stärksten betroffen. Es kam zu Überschwemmungen, Grundwassereinbrüchen, Stromausfällen und Ausfällen der Kanalisation. Diese Situation kann noch einige Zeit andauern, bis der Seespiegel sich weiter abgesenkt hat.

Die Kantonsstrasse zwischen Lüscherz und Vinelz ist nach wie vor gesperrt. Eine Umfahrung ist signalisiert. Bis jetzt sind keine Meldungen eingegangen, dass Personen im Zusammenhang mit dem Hochwasser verletzt wurden. Die Strandbäder von Biel, Nidau und Twann bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

Die Trinkwasserversorgung konnte während der ganzen Zeit dank des Einsatzes der Infrastrukturdienste aufrechterhalten werden und soll gemäss Einsatzleitung RFO Biel-Bienne Region auch weiterhin unproblematisch bleiben.

Mit dem Absinken des Seepegels beginnt das grosse Aufräumen

Für die Feuerwehr steht die grosse Arbeit erst bevor. Quartier für Quartier wird sie beim Entwässern der Liegenschaften mithelfen, sobald dies aufgrund des Grundwasserpegels möglich sein wird. Auch hier zählt man weiterhin auf die Unterstützung durch die Zivilschutzorganisationen.

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