Über 700 Bernerinnen und Berner schreiben «Briefe an die Zukunft»
Die über 700 Teilnehmer an der Aktion schrieben einen Brief an eine Institution oder Person freier Wahl, der erst 2122 zugestellt wird.

Wie die Berner Stadtkanzlei mitteilte, nahm das Berner Stadtarchiv die Briefe am Donnerstag in Empfang. Es wird sie nun 100 Jahre lang aufbewahren. Der Inhalt bleibt geheim. Die Stadtkanzlei bezeichnet die Briefe als «einzigartiges Vermächtnis der heutigen Zeit».
Die Briefe gäben «einen einmaligen Einblick in das Denken der heutigen Generation und deren Wünsche an eine nächste.» Die Berner Aktion lehnt sich an ein ähnliches Projekt an, das vor einiger Zeit in Freiburg im Breisgau D durchgeführt wurde. Die Stationsleiterin Geburtshilfe des Berner Inselspitals war Initiantin des Berner Projekts.
Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an der Aktion, doch auch Bewohnerinnen und Bewohner von Altersheimen. Adressaten sind etwa eine Tierärztin, das Schweizer Militär sowie ein noch unbekannter 13-Jähriger, der gern Velo fährt.
«Die zukünftige Stadtarchivarin beziehungsweise der zukünftige Stadtarchivar wird bei der Zustellung der Briefe in 100 Jahren somit ziemlich gefordert sein», heisst es in der Mitteilung.
Berns Stadtpräsident Alec von Graffenried gehört auch zu den Briefschreibern. Er hat einen Brief an seinen Nachfolger des Jahres 2122 geschrieben. Dieser Nachfolger oder diese Nachfolgerin ist laut der Mitteilung auf zahlreichen Schreiben Adressat oder Adressatin.






