Seit Annahme der Volksinitiative für freie See- und Flussufer im Jahre 1982 sind im Kanton Bern insgesamt 470 Kilometer Uferwege frei zugänglich gemacht worden.
Bern
Blick auf die Altstadt von Bern. (Symbolbild) - Keystone

Noch ausstehend sind 40 Kilometer. Diese Bilanz zog der Kanton Bern am Dienstag, 24. Mai 2022, in einer Medienmitteilung – 40 Jahre nach dem Volks-Ja zur Initiative für freie See- und Flussufer. Schweizweit übernehme der Kanton Bern eine Vorreiterrolle beim öffentlichen Zugang wie auch beim Schutz der Uferlandschaften.

Die gesetzlichen Vorgaben betreffen insgesamt 90 Gemeinden entlang der Aare vom Brienzersee flussabwärts sowie an den fünf grossen Seen auf Kantonsgebiet. Im Rahmen der Uferschutzpläne entstanden so 470 Kilometer Uferwege sowie 11'000 Hektaren Freiflächen, was einer Fläche von 126 Fussballfeldern entspricht.

Noch zu realisieren sind 40 Kilometer Uferwege und 2000 Hektaren Freiflächen. Sie befinden sich in 43 Gemeinden, hauptsächlich am Brienzer-, am Thuner- und am Bielersee, aber auch entlang der Aare. Laut Kantonsmitteilung planen die Gemeinden bis 2028 weitere zehn Kilometer Uferwege sowie 170 Hektaren Freifläche zugänglich zu machen.

Vielfältige und individuelle Gründe für nicht realisierte Uferwege und Freiflächen

Bis wann die weiteren Abschnitte geplant sind, ist nicht bekannt. Die Gründe für die noch nicht realisierten Uferwege und Freiflächen seien vielfältig und individuell, schreibt der Kanton Bern. So gehe es zum Beispiel darum, den öffentlichen Zugang zum Ufer zu gewährleisten, ohne dabei die Interessen der Grundeigentümer allzu stark zu einzuschränken.

Seit 1994 hat der Kanton Bern Beiträge von rund 38 Millionen Franken für Massnahmen zugunsten der See- und Flussufer geleistet. Dies entspreche einem Bauvolumen von rund 50 Millionen Franken. Eine Karte auf dem Geoportal des Kantons zeigt die bestehenden und geplanten Uferwege und Freiflächen.

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