Nach Bauarbeiten: Per Pfingstsamstag öffnet das Freibad Marzili

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Bern,

Am 23. Mai wird das Schwimm- und Bootsverbot in der Aare aufgehoben, Uferweg und Gaswerkareal sind wieder offen und auch das Berner Freibad Marzili öffnet.

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Das Marzili-Bad an der Aare in Bern, im Hintergrund das Bundeshaus. - Keystone

Wie die Stadt Bern informiert, kann die erste von insgesamt vier Bauetappen im Freibad Marzili diese Woche abgeschlossen werden. Ebenfalls abgeschlossen werden die Hochwasserschutzarbeiten im Bereich Gaswerkareal/Marzili.

Am Pfingstsamstag, 23. Mai, wird das Schwimm- und Bootsverbot in der Aare aufgehoben, der Uferweg und das Gaswerkareal sind wieder offen.

Das Freibad Marzili öffnet ebenfalls am 23. Mai – vorerst noch ohne Zugang zu den Schwimmbecken. Diese stehen voraussichtlich ab 13. Juni wieder zur Verfügung.

Noch familienfreundlicher und attraktiver

«Ich freue mich sehr, dass wir den Badegästen in dieser Saison ein noch familienfreundlicheres und attraktiveres Badeerlebnis im beliebten Marzilibad bieten können», sagte Stadtpräsidentin Marieke Kruit zum Ende der Bauarbeiten.

Im Zuge der ersten Sanierungsetappe wurden alle Becken mit langlebigem Edelstahl versehen sowie die Startblöcke und der Sprungturm ersetzt. Entlang der Becken laden neue Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein.

Zudem wurde die veraltete Badewassertechnik vollständig erneuert.

Freibad Marzili: Neuer Kinderbereich, verbesserte Infrastruktur

Ein besonderer Fokus lag auf der Aufwertung der Familienangebote: Der Kinderplanschbereich und der angrenzende Spielplatz wurden grundlegend neugestaltet. Das neue Planschbecken bietet verschiedene Wasserspiele, während Holzgeräte zum Klettern sowie Schaukeln und Rutschen auf dem Spielplatz unter grosszügigen Sonnensegeln zum Spielen einladen.

Ein Teil des Löifuwegs, der künftig den «Bueber» im Norden mit dem «Spitz» im Süden der Anlage verbinden wird, ist bereits realisiert. Entlang des Uferwegs entstand eine Hochwasserschutzmauer, die zugleich als Sitzgelegenheit dient und an die neuen Liegepritschen anschliesst.

Die Ein- und Ausstiegstreppen zur Aare wurden erneuert – auf der Liegewiese wurden zusätzliche schattenspendende Bäume gepflanzt. Einige Tischtennistische stehen neu auf dem «Spitz».

Die Bauarbeiten verliefen planmässig und unter günstigen Wetterbedingungen. Aufwendiger als erwartet gestalteten sich die Arbeiten im Wurzelbereich einzelner Bäume, da zu deren Schutz umfangreiche Bodensondagen nötig waren.

Hochwasserschutz: Verstärkte Böschung und mehr Platz für Biodiversität

Kurz vor dem Abschluss stehen auch die Hochwasserschutzarbeiten zwischen Schönausteg und Marzilibad. Im Rahmen der Sanierung und Sicherung der Aareufer zwischen Eichholz und Freibad Marzili wurden insgesamt rund 13'000 Tonnen Blocksteine verbaut.

Die wohl markanteste Veränderung ist beim Gaswerkareal sichtbar. Dort wurde die Aare auf einer Länge von rund 200 Metern aufgeweitet und die bisher geradlinige Uferböschung wurde abgeflacht. Entstanden ist eine rund 2000 Quadratmeter grosse Flachwasserzone mit fünf Inseln.

Das neu gestaltete Ufergebiet bietet wertvollen Lebensraum für Jungfische und wirbellose Tiere. Noch während des Baus wurden hier bereits Äschen- und Forellenlarven beobachtet. Das neue Ufergebiet soll sich möglichst ungestört entwickeln können und bleibt der Natur vorbehalten. Es ist weder Picknick- noch Badezone und auch nicht als Spielbereich gedacht.

Die direkt angrenzende Landfläche wurde umfassend bepflanzt. Bei Hochwasser wird dieses naturnahe Gebiet überflutet. Die dahinterliegenden Wohngebiete werden auf einer Länge von rund 350 Metern durch neue Erddämme geschützt, die einem 100-jährlichen Hochwasser standhalten. Die Dämme sollten nicht betreten oder bestiegen werden. Ihre Begrünung ist noch jung und muss anwachsen. Zudem können wilde Trampelpfade den technischen Aufbau der Dämme beschädigen.

Etappierte Wiedereröffnung ab Pfingstsamstag

Mit dem Ende der Bauarbeiten entlang der Aare wird das geltende Schwimm- und Bootsfahrverbot am kommenden Samstag, 23. Mai, aufgehoben. Gaswerkareal und Uferweg sind ab dann wieder frei begehbar. Ebenfalls ab dem 23. Mai können die Besucher im Marzilibad wieder von der Liegewiese, vom Restaurant und vom Spielplatz profitieren.

Abkühlen können sich die Badegäste vorerst in der Aare, im Bueberseeli oder unter einer der vielen neuen Duschen.

Sobald die Inbetriebnahme der neuen Wasseraufbereitungsanlage abgeschlossen ist, stehen auch die sanierten Schwimmbecken wieder zur Verfügung. Dies wird voraussichtlich am 13. Juni der Fall sein.

«Das Marzili ist für die Bevölkerung der Stadt eine wichtige und frei zugängliche Oase mitten in der Stadt Bern», sagte Ursina Anderegg, Direktorin für Bildung, Soziales und Sport, am heutigen Medientermin. «Ich freue mich gemeinsam mit allen Bernern, dass wir uns auch diesen Sommer hier treffen können.»

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