In letzter Zeit machen im Kanton Bern Betrüger die Runde, die eine dringende Notlage eines Familienmitglieds vorgaukeln und einen hohen Geldbetrag verlangen. Mit einem solchen «Schockanruf» ist es den Betrügern in einem Fall gelungen rund 40'000 Franken zu erbeuten.
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Ein Fahrzeug der Kantonspolizei Bern. (Symbolbild) - Keystone

Seit Anfang Dezember 2021 sind bei der Kantonspolizei Bern rund 30 Meldungen, mehrheitlich aus Thun und Bern, eingegangen. Die Masche ist dem Enkeltrick ähnlich.

Die Anrufer geben sich als Behörde, beispielsweise als Polizei, Staatsanwaltschaft oder als Anwälte aus und täuschen eine Notlage eines angeblichen Verwandten vor, etwa einen Verkehrsunfall, Spitalaufenthalt oder Ähnliches. Dann setzen sie die überrumpelten Opfer mit Geldforderungen unter Druck.

Erfreulicherweise seien die meisten Angerufenen nicht auf die Masche hereingefallen und hätten die Anrufe gemeldet, schreibt die Berner Kantonspolizei in einer Mitteilung vom Freitag.

Sie rät, misstrauisch zu sein, wenn ein unbekannter Anrufer Geld fordert, und sich nicht durch beunruhigende oder dramatische Schilderungen verunsichern zu lassen. Vielmehr seien verdächtige Anrufe umgehend der Polizei zu melden.

Die Polizei weist ausserdem darauf hin, dass die Schweizer Behörden keine Kaution oder Vorauszahlungen für Spitalaufenthalte oder Operationen verlangten.

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