Der Kanton Bern hat laut einem Bericht seine Zweisprachigkeit trotz der Corona-Pandemie weiter ausgebaut.
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Bessere Konzentration in der Schule dank Zweisprachigkeit? - Community

Das schreibt die Berner Staatskanzlei in ihrem am Montag, 30. Mai 2022, veröffentlichten Bericht. Sie fasst darin die Entwicklung seit 2019 zusammen. Damals beschloss die Berner Kantonsregierung, die Förderung der Zweisprachigkeit im Kanton Bern zu einer Priorität der Legislaturperiode 2019 bis 2022 zu erklären.

Dies aufgrund des Berichts einer Expertenkommission, welche 2018 empfahl, der Kanton Bern solle künftig seine Zweisprachigkeit mehr als Chance und als Potenzial begreifen, nicht als Bürde und Last. Die Kommission legte der Berner Regierung 46 Empfehlungen vor, worauf die Kantonsregierung 26 Massnahmen formulierte.

Fast alle sind laut einer Mitteilung der Berner Staatskanzlei umgesetzt worden. Die Expertenkommission stand unter dem Vorsitz des früheren Bieler Stadtpräsidenten und Berner Ständerats Hans Stöckli.

80 Projekte konnten unterstützt werden

Mit dem kantonalen Budget für die Entwicklung der Zweisprachigkeit und Beiträgen des Bundes konnten laut der Mitteilung der Staatskanzlei insgesamt 80 Projekte unterstützt werden. Dies in den Bereichen Bildung, Kultur, Wirtschaft, Pflege und Institutionen.

Zur Verfügung standen für die Jahre 2020 bis 2022 rund 0,6 Millionen Franken vom Kanton und 0,75 Millionen vom Bund.

Der Kanton Bern will den neuen Bericht als Arbeitsgrundlage verwenden, um die Bemühungen zur Förderung der kantonalen Zweisprachigkeit in der neuen Legislaturperiode fortzusetzen. Die neue Legislaturperiode beginnt diese Woche.

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