In der Stadt Bern gab es im Corona-Jahr 2020 rund 170 unbewilligte Demonstrationen. Das geht aus einer Statistik hervor, die am Donnerstag im Berner Stadtrat erwähnt wurde.
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Die Stadt Bern. (Archivbild) - sda

Im vergangenen Jahr wurden demnach insgesamt 267 Kundgebungen gezählt. Davon seien 64 Prozent nicht bewilligt gewesen, sagte Florence Schmid (JF), Sprecherin der Kommission für Finanzen, Sicherheit und Umwelt (FSU), bei der Beratung des Jahresberichts.

Arbeit bescherten der Polizei nebst dem Klimastreik besonders die vielen Kundgebungen gegen die Corona-Massnahmen. Zum Teil wurden sie aufgrund der kantonalen Vorgaben im Keim erstickt.

Schmid sagte weiter, in Zusammenhang mit Corona habe es viele Drohungen gegen Beamte gegeben. Die Kantonspolizei habe sich zudem zunehmend mit dem Schutz von Magistratspersonen und kritischen Infrastrukturen beschäftigen müssen.

Die Zahl der Kundgebungen lag insgesamt leicht über dem Schnitt früherer Jahre. Unbewilligt waren in den letzten Jahren jeweils etwas mehr als die Hälfte aller Demonstrationen, wie aus früheren Angaben der Polizei hervorgeht.

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