Dachverband Bernsport kritisiert Verbot von Grossveranstaltungen

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Der Dachverband Bernsport hat am Dienstag das Verbot des Kantons von Grossanlässen kritisiert. Der Verband sieht «zwingenden Klärungsbedarf», wie er am Dienstag in einer Mitteilung schreibt.

    Mit den Pappfiguren haben Fans die Möglichkeit ihr Konterfei im Stadion zu platzieren und zu einer besseren Stimmung bei möglichen Geisterspielen beizutragen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
    Mit den Pappfiguren haben Fans die Möglichkeit ihr Konterfei im Stadion zu platzieren und zu einer besseren Stimmung bei möglichen Geisterspielen beizutragen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa - dpa-infocom GmbH

    Es sei bedauerlich, dass dieser Entschluss gefällt worden sei, ohne dass dies im Vorfeld mit Vereinen, kantonalen Sportverbänden oder dem Dachverband abgesprochen worden sei. Der Entscheid trifft gemäss dem Dachverband vor allem den Spitzen-, aber auch den ambitionierten Breitensport hart.

    Bernsport forderte in der Mitteilung daher «umgehend eine Verbesserung der Zusammenarbeit der Regierung und den Vertreterinnen und Vertreter aus dem Sport.»

    Angesichts der steigenden Corona-Infektionen im Land hat der Bundesrat am Sonntag die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie verschärft. Für Grossanlässe mit über tausend Besuchenden erliess der Bund kein Verbot.

    Weil dies nicht geschah, stellte der Kanton die Ampel für Grossanlässe auf rot. Zwar liegt es an den Regierungsstatthaltern, die Veranstaltungen zu bewilligen oder nicht und die Sportclubs können den Entscheid anfechten. Doch wenn die Kantonsregierung die Durchführung von Grossanlässen nicht für angezeigt hält, dürfte dies faktisch einem Verbot gleichkommen.

    Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg verteidigte den Entscheid damit, dass man dem Virus jetzt unbedingt Einhalt gebieten müsse, um noch schärfere Massnahmen verhindern zu können.

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