Die Stadtberner Tourismusorganisation Bern Welcome schreibt wegen der ausbleibenden Gäste in der Coronakrise tiefrote Zahlen. Ein Sanierungspaket soll die Zukunft sichern.
Bern
Sicht auf die Altstadt von Bern vom Rosengarten aus. - Keystone

Das Unternehmen sei durch die Pandemie stark getroffen worden, teilte Bern Welcome am Freitag mit. Insbesondere die Gäste in den Bereichen Business und Events blieben zwischen Mai 2020 und Mai 2021 praktisch komplett aus.

Die Holdinggesellschaft Bern Welcome schrieb 2020 einen Verlust von rund 350'000 Franken. Bei den beiden Tochtergesellschaften Bern Tourismus AG und Meetings & Events AG lag das Defizit bei 1,6 Millionen respektive 190'000 Franken.

Angesichts des bis Mitte 2021 dauernden «äusserst schlechten» Geschäftsgangs griff der Verwaltungsrat zu Sanierungsmassnahmen. Dies auch, weil die mit öffentlichen Geldern unterstützte Tourismusorganisation keinen Anspruch auf Corona-Härtefallgelder des Bundes hatte.

Das Massnahmenpaket beinhaltet nebst einem Stellenabbau Darlehen der Aktionärinnen, die sie an der Generalversammlung 2022 ganz oder teilweise in eine Aktienkapitalerhöhung umzuwandeln beabsichtigten.

So trägt die Stadt Bern mit einer Million Franken, die Kursaal Bern AG mit 250'000 Franken sowie BERNCity mit 200'000 Franken zur Sanierung bei. Die Bernexpo AG beabsichtige, sich im Jahr 2022 ebenfalls zu beteiligen, hiess es weiter. Der Kanton Bern wiederum leistet à fonds perdu einen Beitrag von 500'000 Franken.

An der Generalversammlung wurden die bisherigen Mitglieder des Verwaltungsrates für weitere vier Jahre bestätigt. Ab 2022 führt ein Duo das Präsidium. Nebst dem bisherigen Präsidenten Marcel Brülhart wird Giovanna Battagliero als Vertreterin der Stadt Bern Co-Präsidentin.

Mehr zum Thema:

Verwaltungsrat Franken Coronavirus