Bern: Neue Ausstellung über Capri, Skagen und den Monte Verità
Das Kunstmuseum Bern eröffnet am 29. Oktober 2026 die Ausstellung «Reise in die Freiheit». Rund 70 Werke führen nach Capri, Skagen und zum Monte Verità.

Zwischen 1830 und 1930 ziehen Künstlerinnen und Künstler aus ganz Europa nach Capri im Süden Italiens, nach Skagen im Norden Dänemarks, aber auch auf den Monte Verità in der Schweiz. Die Ausstellung beleuchtet anhand von rund 70 Werken das Phänomen der Künstler-Kolonie in Europa, stellt diese drei ausgewählten Sehnsuchtsorte vor und macht den künstlerischen Aufbruch in eine freie und gemeinschaftliche Zukunft erfahrbar.
Drei Sehnsuchtsorte machen den künstlerischen Aufbruch in eine freie Zukunft erfahrbar. Die Ausstellung konfrontiert romantische und idealisierte Darstellungen von Landschaft mit naturalistischen – teilweise brutalen – Alltagsbildern: Fischer, die ihr Leben riskieren, Frauen, Kinder und Alte, die hart arbeiten. Die Ausstellung verknüpft kunsthistorische und gesellschaftliche Fragestellungen von überraschender Aktualität.
Fern der industrialisierten Städte und bürgerlicher Zwänge suchen sie ein anderes Leben: näher an der Natur, näher an dem, was sie für «echt» halten. Die Ausstellung folgt diesen Sehnsüchten – und ihrer Ernüchterung. Denn wer länger bleibt, sieht hinter der Postkarte: Fischer, die ihr Leben riskieren, Frauen, Kinder und Alte, die hart arbeiten, Armut. Gerade in dieser Reibung zwischen Utopie und Wirklichkeit entsteht etwas nie Dagewesenes, etwas Radikales.
Vernissage ist am Donnerstag, 29. Oktober 2026, um 18.30 Uhr (Türöffnung 18.00 Uhr).





