Bern: Ka-We-De öffnet nach zweijähriger Sanierung wieder
In Bern ist die Sanierung der Ka-We-De abgeschlossen. Am Samstag, 17. Oktober 2026, startet die Eissaison mit einem Tag der offenen Tür.

Nach rund zweijähriger Bauzeit ist die Sanierung der Ka-We-De abgeschlossen. Nachdem die Anlage im Sommer bereits im Rahmen eines Testbetriebs geöffnet war, beginnt am Samstag, 17. Oktober, die Eissaison mit einem Tag der offenen Tür. Die historische Anlage wurde umfassend erneuert und gleichzeitig behutsam weiterentwickelt.
Dabei wurden die Eisbahn, das Nichtschwimmbecken und ein unterirdisches Ausgleichsbecken neu gebaut, die Gebäude energetisch saniert und die technischen Anlagen ersetzt. Der Baukredit von 59,4 Millionen Franken konnte eingehalten werden.
Die Ka-We-De wurde zwischen 1932 und 1933 von den Architekten Rudolf von Sinner und Hans Beyeler als erste kombinierte Eis- und Wassersportanlage in Bern gebaut. Der für seine Zeit pionierhafte Neubau ist heute ein baukulturell wertvoller Zeitzeuge der Moderne und im schweizerischen Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung aufgeführt.
Die letzte grössere Renovation und Erweiterung erfolgte in den 1980er-Jahren. Aufgrund wesentlicher altersbedingter Mängel musste die Ka-We-De seit September 2024 gesamtsaniert werden. Nach zweijähriger Bauzeit wurden die Arbeiten fristgerecht abgeschlossen.
Der von der Stimmbevölkerung im März 2024 genehmigte Baukredit von 59,4 Millionen Franken konnte eingehalten werden.
Sorgfältiger Umgang mit 90 Jahren Baugeschichte
Bei den Arbeiten galt es, den denkmalpflegerischen Anforderungen von Beginn an besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die über 90-jährige Bausubstanz brachte einige Überraschungen mit sich. Bei zahlreichen Bauteilen konnte der tatsächliche Zustand erst nach Baubeginn beurteilt werden.
So musste beispielsweise ein Teil der bestehenden Decke im ersten Obergeschoss des Hauptgebäudes vollständig ersetzt werden.
Neuer Eis- und Wasserbereich
Eine besondere Herausforderung stellte die einzigartige Kombination von Nichtschwimmbecken und Eisbahn dar, deren Neubau ein zentraler Bestandteil der Sanierung war. Eine komplexe Technik musste auf engstem Raum integriert werden. Die kombiniert nutzbare Eis- und Wasserfläche wurde leicht verkleinert und entspricht nun wieder den ursprünglichen Massen aus der Erstellungszeit.
Das Wellenbad wurde umfassend saniert, behielt aber seine Grösse und sein Erscheinungsbild. Sowohl die Technik zur Eisproduktion als auch die Badewassertechnik wurden durch neue, energieeffiziente Anlagen ersetzt.
Mehr Platz zum Liegen, Spielen und Verweilen
Im Zuge der Sanierung konnte zusätzliche Liegefläche für den Sommerbetrieb freigespielt werden. Unter anderem, weil die Eis- und Wasserfläche geringfügig verkleinert und die südliche Aussenwand des Garderobentrakts nach innen versetzt wurde. Auf der dadurch gewonnenen Fläche entstanden neue Holz-Liegekojen.
Für jüngere Kinder ist ein neuer Spielplatz mit Planschbecken und Wasserspielen entstanden. Auf dem Areal wurden zusätzliche schattenspendende Bäume gepflanzt.
Energetisch und technisch erneuerte Gebäude
Auch die Gebäude erfuhren eine umfassende Erneuerung. Neue Fenster und zusätzliche Wärmedämmungen verbessern die Energiebilanz der Gebäudehülle. Die gesamte Haustechnik sowie die sanitären Anlagen wurden instandgesetzt. Das Restaurant erhielt eine neue Küche.
Geheizt wird ausschliesslich mit Abwärme aus der Eisproduktion und Wärmepumpe. Die Dächer wurden mit zwei Photovoltaikanlagen versehen.
Tag der offenen Tür zur Wiedereröffnung der Ka-We-De
Das warme Herbstwetter führte zu technischen Herausforderungen beim Kühlen der Betonpiste. Aus diesem Grund musste der Start des Kunsteisbahnbetriebs Ka-We-De um zwei Wochen verschoben werden. Ansässige Sportvereine können bereits ab Montag, 12. Oktober, die Kästli auf der Anlage beziehen und ab Mittwoch, 14. Oktober, ihre Trainings wieder auf der Ka-We-De durchführen.
Am Samstag, 17. Oktober 2026, findet zur Wiedereröffnung für die Öffentlichkeit ein Tag der offenen Tür mit vielfältigem Programm statt: bern.ch/kawede-programm. Ab dann sind die Eisfelder sowie das Restaurant wieder regulär geöffnet.






