Aktionswoche startet: Farbe zeigen gegen Rassismus im Alltag

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Bern,

Rund 45 Veranstaltungen in Bern thematisieren Rassismus in Sport, Kultur und Freizeit – sichtbar in Plakaten, Fahnen und Aktionen im öffentlichen Raum.

Stadt Bern Innenstadt
Die Spitalgasse mit dem Käfigturm in Bern. - keystone

«Rassismus in der Freizeit»: Mit diesem Thema befasst sich die 16. Aktionswoche gegen Rassismus vom 21. bis 28. März 2026, berichtet die Stadt Bern. Heute startet die Kampagne mit Plakaten, Flyern und Fahnen im öffentlichen Raum.

Beinahe jede sechste Person, die in der Schweiz lebt, hat in den letzten fünf Jahren rassistische Diskriminierung erfahren. Rund 18 Prozent der eingegangenen Meldungen wurden gemäss der Erhebung «Zusammenleben in der Schweiz» auf nationaler Ebene den Bereichen Freizeit, Sport und Vereinsleben zugeordnet – jenem Lebensbereich, in dem es um Erholung, Spass und den unbeschwerten Kontakt mit anderen Menschen gehen sollte.

Gerade für Menschen, die durch gesellschaftliche Strukturen benachteiligt werden, kann die Freizeitgestaltung eine grosse Herausforderung sein. Dies einerseits, weil der Zugang erschwert ist, und andererseits, weil Rassismus während Freizeitaktivitäten Realität ist – sei es an Kulturveranstaltungen, in Quartiervereinen, in Jugendtreffs, auf dem Fussballfeld, auf Spielplätzen oder in der Ausübung von Hobbies.

Veranstaltungen laden zum Mitmachen ein

«Unsere Aufgabe ist es, diese Ausschlüsse sichtbar zu machen. Die Aktionswoche bietet eine gute Gelegenheit, sie ins Bewusstsein zu rücken und gemeinsam Strategien zu ihrer Bekämpfung zu diskutieren», betont Gemeinderätin Ursina Anderegg.

Das diesjährige Thema «Rassismus in der Freizeit» ist Teil der Kampagne unter dem Motto «Ich sehe was, was du nicht siehst – Rassismus: Schauen wir gemeinsam hin!». Die Aktionswoche bietet in Zusammenarbeit mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen, Institutionen und engagierten Einzelpersonen ein vielfältiges Programm mit rund 45 Veranstaltungen.

Die Aktionswoche umfasst nicht nur die Stadt Bern, sondern reicht von Bern über Ittigen, von Köniz bis nach Ostermundigen. Die Kampagne ist auch im öffentlichen Raum präsent: Ab heute werden überall Plakate, Fahnen und Flyer zu sehen sein.

Eröffnungsfeier mit Stand-up-Komikerin Reena Krishnaraja

Das Festivalzentrum der Aktionswoche ist 2026 erneut die Kornhausbibliothek am Kornhausplatz in Bern. Ab dem 21. März werden dort während der Öffnungszeiten filmische Beiträge von Mitwirkenden der Aktionswoche gezeigt. Zudem finden verschiedene Veranstaltungen statt, darunter ein Symposium und eine Comedy-Show.

Der Eröffnungsanlass findet im Restaurant «Vierte Wand» statt. Im Anschluss an ein Gespräch zwischen Stadtpräsidentin Marieke Kruit, Gemeinderätin Ursina Anderegg und Stand-up-Komikerin Reena Krishnaraja präsentiert letztere eine Kostprobe aus ihrem aktuellen Programm «Kurkuma».

Sitzbank gegen Rassismus auf dem Waisenhausplatz

Anlässlich der 16. Ausgabe werden drei Sitzbänke auf dem Waisenhausplatz während der gesamten Woche in die Farben der Aktionswoche gekleidet. Auf einem der Bänkli wird zudem eine permanente Plakette mit der Aufschrift «Rassismus hat in Bern keinen Platz. angebracht.

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