Der beschuldigte Taubenzüchter hat am Freitag vor dem Basler Strafgericht gestanden, mehrere Wanderfalken und Mäusebussarde vergiftet zu haben.
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Das Basler Strafgericht. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/STRINGER

Am vergangenen Freitag hat der angeklagte Taubenzüchter vor dem Basler Strafgericht eingestanden, dass er mehrere Wanderfalken und Mäusebussarde vergiftet hat. Er soll sogenannte Kamikazetauben mit einem hochgiftigen Pestizid gegen die Greifvögel präpariert haben.

«Ich habe überhaupt nicht über die Folgen nachgedacht – es tut mir sehr leid», sagte der Taubenzüchter vor Gericht. «Ich liebe alle Vögel, nicht nur meine». Ein Bekannter habe ihn auf die Idee gebracht, mehrmals Tauben mit Carbofuran zu bestreichen.

Gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft starben mindestens sechs Wanderfalken in Basel an der vergifteten Beute. Diese Greifvögel stehen auf der roten Liste der gefährdeten Arten des Bundes. Das sei ihm nicht bekannt gewesen, sagte der Taubenhalter.

Er gestand ebenfalls, mit einem falschen Bombenalarm ein Fest eines Taubenzüchtervereins aufgelöst zu haben.

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