Das Weinjahr 2021 der Region war von den Wetterextremen geprägt: Frost und Niederschläge führten zu Ernteausfällen, ein sonniger Herbst aber zu süssen Trauben.
Weingut
Trauben an einem Weinstock in einem Weingut. - dpa

Die Traubenernte sei 2021 quantitativ sehr gering ausgefallen, teilte das Baselbieter Landwirtschaftszentrum Ebenrain am Dienstag mit. Mit 479 Tonnen sei mit Ausnahme des Frostjahrs 2017 die mengenmässig kleinste Ernte seit Jahrzehnten verzeichnet worden: Bei den roten Weinsorten hätten die Erträge 47 Prozent, bei den weissen Sorten 36 Prozent unter dem Zehnjahresmittel gelegen.

Die niedrigen Erträge waren gemäss Communiqué die Folge der extremen Wetterverhältnisse. Der Januar habe sich an vielen Orten als der niederschlagsreichste seit 60 Jahren entpuppt. Der Februar zählte zu den mildesten seit Messbeginn, gefolgt vom kältesten Frühling seit über 30 Jahren. Der Sommer schliesslich war extrem niederschlagsreich, was den Pilzbefall auf den Reben förderte.

Zum Glück für den Rebbau habe sich schliesslich aber der ausgesprochen sonnige und warme Herbst erwiesen, heisst es weiter. Dieser konnte das Ausreifen der verbliebenen Trauben fördern. Bei der roten Hauptsorte Blauburgunder wurden im Schnitt 90,9 Oechsle-Grad gemessen. Mit Werten zwischen 71,9 und 88,6 Oechsle-Grad seien auch die Werte der drei weissen Hauptsorten Riesling-Silvaner, Kerner und Gutedel zufriedenstellend ausgefallen.

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