Nach einem siebenjährigen politischen Prozess wird nun per 1. Januar 2023 die vereinfachte Berechnung der Basler Grundstückgewinnsteuer in Kraft gesetzt.
basel rhein
Bäume zieren das Ufer des Rheins in Basel. - Nau.ch

Die vereinfachte Berechnung der Basler Grundstückgewinnsteuer wird per 1. Januar 2023 in Kraft gesetzt. Damit findet ein komplizierter politischer Prozess ein Ende, der sich über sieben Jahre langgezogen hat.

Die neue Berechnungsgrundlage werde zu geschätzten Mindereinnahmen von 3,6 bis 7,8 Millionen Franken pro Jahr führen, teilte die Basler Regierung am Dienstag, 14. Juni 2022, mit. Die betroffenen Steuerpflichtigen würden entsprechend entlastet.

Mit der Grundstückgewinnsteuer generiert der Kanton auf der einen Seite Einkommen. Gleichzeitig hat die Steuer aber zum Ziel, der Spekulation einen Riegel zu schieben, indem die Gewinnsteuern in den ersten Jahren nach dem Erwerb einer Liegenschaft hoch angesetzt werden.

Die Vereinfachung war im Prinzip stets unbestritten gewesen, ebenso der Spekulationsriegel in den ersten Jahren. Das entband den Grossen Rat aber nicht davor, lange Zeit über Details zu streiten, etwa über eine Verlegung des zur Berechnung massgeblichen Realwerts der Liegenschaften von 1977 auf 2001.

Schliesslich stimmte der Rat Ende März einem Kompromissvorschlag seiner Wirtschafts- und Abgabekommission (WAK) mit 52 zu 43 Stimmen bei einer Enthaltung zu. Die Kommission hatte sich mehrmals mit dem Geschäft befassen müssen.

Mehr zum Thema:

Regierung Franken