Stadt Basel

Mobilitätsfonds fördert grenzübergreifendes Bike-Sharing-Netz

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Basel,

Über den Mobilitätsfonds unterstützt der Kanton erneut Projekte für eine umweltfreundliche Mobilität in und rund um Basel. Darunter ein Bike-Sharing-Netz.

Die Velos von PubliBike.
Velos von Publibike. (Symbolbild) - Keystone

Das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt folgt dem Vorschlag des trinationalen Mobilitätsfondsrates und unterstützt drei Projekte zugunsten der umweltfreundlichen Mobilität in und um Basel.

Bike-Sharing am Hochrhein erhält 122'400 Franken

Wie die Stadt Basel mitteilt, gehen 122'400 Franken an ein grenzüberschreitendes Bike-Sharing-Netz am Hochrhein. Dieses hat seinen Betrieb bereits im Mai aufgenommen und ist vorerst auf drei Jahre ausgelegt.

In Rheinfelden (CH/D), Bad Säckingen (D), Stein (CH) und Laufenburg (CH/D) stehen an insgesamt zehn neuen Stationen Leihvelos und -E-Bikes von PubliBike zur Verfügung, die flexibel über die Grenze hinweg genutzt werden können.

Auslöser für dieses Projekt ist die Totalsperrung der Hochrheinbahn (Deutschland) zwischen Rheinfelden und Waldshut, die im April 2026 startete und noch bis Ende 2027 dauert. Mit den Leihvelos möchte der Landkreis dafür sorgen, dass die Pendelnden während der Streckensperrung weiterhin mit dem ÖV unterwegs sind und nicht aufs Auto umsteigen. Ein spezieller Hochrhein-Tarif sorgt für attraktive Konditionen.

Der Mobilitätsfonds reserviert darüber hinaus die finanziellen Mittel für bis zu 24 weitere Stationen, die in diesen und weiteren Gemeinden des Hochrheins hinzukommen können. Im Jahr 2028 wird auf Basis einer Evaluation der Pilotphase über die Fortführung des Projekts entschieden.

Machbarkeitsstudie soll Potenzial von automatisiertem Ridepooling evaluieren

Weiter unterstützt der Mobilitätsfonds eine Machbarkeitsstudie des Unternehmens Urban Places Lab mit 90'000 Franken.

Die Studie soll bis Ende 2026 das Potenzial von automatisiertem Ridepooling evaluieren und aufzeigen, ob und wie automatisierte Kleinfahrzeuge in ländlicheren Gebieten den öffentlichen Bus- und Schienenverkehr auf der ersten und letzten Meile ergänzen können (On-Demand-Angebote).

Die Studie analysiert verschiedene Korridore rund um Basel und soll aufzeigen, wo so ein Angebot sinnvoll wäre.

Die Studie untersucht zudem die technische, rechtliche und organisatorische Machbarkeit sowie die finanzielle und politische Umsetzbarkeit des Ridepoolings. Ridopooling kann den öffentlichen Verkehr als Alternative zum Privatauto stärken.

185'000 an 42hacks für Fortsetzung der Mobilitäts-Challenge

Schliesslich gehen 185’000 Franken an die Klimagenossenschaft 42hacks. Diese plant nach der erfolgreichen ersten Mobilitäts-Challenge «31DAYS Basel 2025» im Auftrag der SBB und des Branchenverbands Alliance SwissPass eine Fortsetzung.

Dieses Mal richtet sich die Challenge in erster Linie an Personen aus der trinationalen Agglomeration Basel, die mit ihrem Auto nach Basel pendeln.

Bereits nach den bevorstehenden Sommerferien haben die ersten Pendler die Möglichkeit, die öffentlichen Verkehrsmittel sowie Sharing-Angebote während eines Monats kostenlos zu testen, wenn sie in dieser Zeit auf Autofahrten verzichten.

An der Challenge können bis zu tausend Personen teilnehmen. Sie endet voraussichtlich Ende Oktober 2026. Die Mobilitäts-Challenge «31 DAYS» ist eine schweizweite Kampagne, die eine Reduktion des motorisierten Individualverkehrs durch Verhaltensänderung anstrebt.

Schweizweit einzigartiger Fonds

Die Einnahmen des Mobilitätsfonds stammen aus den Gebühren der Pendler-, Besucher- und Anwohnerparkkarten des Kantons Basel-Stadt. Sie belaufen sich auf jährlich etwa 3,8 Millionen Franken.

Der Mobilitätsfonds des Kantons Basel-Stadt ist schweizweit einzigartig, da mit den Fondsmitteln umweltfreundliche Verkehrsprojekte innerhalb und auch ausserhalb des Kantons mitfinanziert werden können.

Der Fonds ist damit ein Beispiel für die Zusammenarbeit in der trinationalen Agglomeration Basel über Kantons- und Landesgrenzen hinweg.

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