Die Liberal-Demokratische Partei tritt mit Stephanie Eymann fürs Basler Regierungspräsidium an. Zudem verzichtet man auf einen Schulterschluss mit der SVP.
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Die Basler Regierung im Rathaus Basel-Stadt. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Stephanie Eymann (LDP) soll neu zu den Basler Regierungsratswahlen vom Herbst anzutreten.
  • Stephanie Eymann kandidiert dabei für das Regierungspräsidium.
  • Ein Schulterschluss mit der SVP ist wegen ihrer Begrenzungsinitiative nicht möglich.

Liberal-Demokratische Partei: Stephanie Eymann soll neu zu den Regierungsratswahlen vom Herbst anzutreten. Das haben die Vorstände von CVP, FDP und LDP entschieden, wie die drei Parteien am Freitag mitteilten. Stephanie Eymann kandidiert dabei für das Regierungspräsidium.

Eymann ist Juristin, ehemalige Staatsanwältin und arbeitet derzeit als Leiterin der Baselbieter Verkehrspolizei. Zudem war die 41-Jährige FDP-Gemeinderätin in Eptingen BL. Ein Schulterschluss mit der SVP ist wegen ihrer Begrenzungsinitiative nicht möglich. Das teilte die CVP, FDP, und Liberal-demokratische Partei zudem weiter mit.

Es wäre unglaubwürdig, «diesen fundamentalen Unterschied» mit einer gemeinsamen Kandidaturen-Auswahl zu ignorieren, heisst es in der Mitteilung. Bei den Regierungsratswahlen vor vier Jahren waren SVP, CVP, FDP und LDP noch gemeinsam angetreten. Der damalige SVP-Kandidat Lorenz Nägelin war aber chancenlos geblieben.

SVP irritiert

Mit der Kandidatur von Eymann greifen CVP, FDP, LDP den Sitz der amtierenden Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann (Grüne) an. Ebenfalls fürs Regierungspräsidium kandidieren wird GLP-Grossrätin Esther Keller.

Die SVP nimmt die Ankündigung der drei Parteien in einer Mitteilung «mit grossem Unverständnis» und «Irritation» zur Kenntnis. Die Partei will in den kommenden Wochen bekanntgeben, mit wem sie zu den Regierungsratswahlen antritt.

Die Gesamterneuerungswahlen in Basel-Stadt finden am 25. Oktober 2020 statt. Neu gewählt werden die sieben Mitglieder des Regierungsrates sowie das Regierungspräsidium. Daneben werden auch die hundert Mitglieder des Grossen Rates neu bestimmt.

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