Europatag 2026: Basel erinnert Friedens- und Demokratieprojekt
Am 5. Mai 1949 wurde das «Friedens- und Demokratieprojekt» Europarat gegründet. Daran erinnert der Regierungsrat Basels anlässlich des diesjährigen Europatags.

Die Gründung des Europarates war zuvorderst ein Friedens- und Demokratieprojekt. Daran erinnert der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt aus Anlass des diesjährigen Europatages vom 5. Mai, wie die Stadt Basel schreibt.
In Zeiten, in denen in Europa wieder ein Krieg herrscht und weltweit die geopolitische Lage schwieriger wird, erhalten diese Werte zusätzliche Bedeutung.
Europarat: Für die Menschenrechte und Grundfreiheiten aller Personen
Vor 80 Jahren hielt Winston Churchill seine berühmte Zürcher Rede. In der Rede von 1946 beschrieb er das Elend des Zweiten Weltkrieges, der ein Jahr zuvor zu Ende gegangen war.
Als Mittel gegen einen neuen Krieg schwebte Churchill die Wiederverknüpfung der europäischen Völkerfamilie vor. Er sagte dazu: «Der erste praktische Schritt wird die Bildung eines Europarates sein.»
Drei Jahre später, am 5. Mai 1949, wurde der Europarat gegründet. Er verstand und versteht sich als Mittel zum Schutz und zur Förderung der Ideale und Grundsätze, die das gemeinsame Erbe seiner Mitglieder darstellen.
Dabei knüpft er an die Vorherrschaft des Rechts, der Menschenrechte und der Grundfreiheiten aller Personen an – also an zentrale Grundsätze von Demokratie und Frieden.
Gute Beziehungen zwischen Schweiz und EU heute auch sicherheitspolitisch wichtig
Zum Europatag erinnert der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt an diese zentralen Werte des Europarates. Er tut dies in Zeiten, in denen weltweit die geopolitischen Spannungen steigen, die Menschenrechte unter Druck stehen und in Europa wieder ein Krieg geführt wird.
Gute und zukunftsfähige Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) erhalten aus Sicht des Regierungsrates vor diesem Hintergrund zunehmend auch eine wichtige sicherheitspolitische Bedeutung.
Eruropaflagge macht «trinationalen Lebensraum» symbolisch gegenwärtig
Der Regierungsrat erinnert zum Europatag deshalb auch an die grosse Verbundenheit mit Europa: Fast zwei Drittel des Kantons Basel-Stadt grenzen an Frankreich und Deutschland.
Täglich kommen rund 36'000 Menschen aus Frankreich und Deutschland zum Arbeiten über die Grenze nach Basel-Stadt. Die Einwohner des Dreilandes sind «Europäer des Alltags».
Für den trinationalen Lebensraum sind gute und zukunftsfähige Beziehungen mit den europäischen Nachbarn daher von elementarer Bedeutung.
Auch daran sollen die Europaflagge erinnern, die um den 5. Mai 2026 am Basler Rathaus und an diversen Plätzen in der Basler Innenstadt hängen.






