Prof. Dr. Philipp Sterzer tritt am 1. Mai 2022 die Professur für Translationale Psychiatrie an den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel an.
UPK
Das Gebäude der Patientenaufnahme der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) in Basel. - keystone

Kurz vor Weihnachten 2021 hat der Universitätsrat im Zirkularverfahren Prof. Dr. Philipp Sterzer zum Professor für Translationale Psychiatrie an den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel gewählt. Er wird die Professur per 1. Mai 2022 antreten.

Philipp Sterzer, geboren 1970, absolvierte sein Medizinstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Harvard Medical School Boston, USA, als Stipendiat der «Munich-Harvard Medical Education Alliance».

Er wurde in München promoviert, erlangte 2007 den Facharzttitel für Neurologie und 2010 jenen für Psychiatrie und Psychotherapie. 2008 habilitierte er sich für das Fach experimentelle Psychiatrie an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Sterzer forschte bereits an vielen renommierten Universitäten

Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der funktionellen Hirnbildgebung, der computergestützten Modellierung bei Psychosen und in der datengeleiteten Klassifikation psychischer Störungen. Ein grosses Anliegen ist ihm ausserdem die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Seine Forschungslaufbahn führte Sterzer vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München über das Wellcome Trust Centre for Neuroimaging und das Royal Hospital for Neurology and Neurosurgery am University College London an die Charité in Berlin.

2011 wurde er zum Professor für Psychiatrie mit Schwerpunkt Computational Neuroscience an der Charité berufen. Seit 2019 ist Sterzer geschäftsführender Oberarzt und Leiter des Bereichs Akutpsychiatrie an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité und seit 2020 Stellvertreter des ärztlichen Direktors ebenda.

Die Professur wird mit der Neubesetzung umgenannt

Mit der Neubesetzung wird zugleich die bisherige «Professur für Neuropsychiatrie» in «Professur für Translationale Psychiatrie» umbenannt.

Das Bestreben der Translationalen Psychiatrie ist, die Erkenntnisse aus der Forschung in den Klinik-Alltag und in die Patientenversorgung zu integrieren und umgekehrt Fragestellungen aus der Praxis in die Forschung einzubeziehen.

Die Stelle umfasst daher sowohl ein klinisches Pensum als auch ein Lehr- und Forschungspensum.

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