Fussgängerinnen und Fussgänger an der Verzweigung von Bruderholz- und Dornacherstrasse erhalten länger Grün, wenn sie die Strasse überqueren möchten.
Eine Verkehrsampel
Eine Verkehrsampel. - Keystone

Wer zu Fuss unterwegs ist und an der Verzweigung von Bruderholz- und Dornacherstrasse die Strasse überqueren möchte, erhält dafür künftig mehr Zeit. Die Verzweigung ist eine der wenigen Kreuzungen in Basel, bei der alle Fussgängerstreifen gleichzeitig grün haben.

Neu sollen Fussgängerinnen und Fussgänger in einer Grünphase genügend Zeit haben, um zwei Strassen hintereinander zu überqueren. Damit möchte das Amt für Mobilität insbesondere Kindern und Personen, die nicht mehr gut zu Fuss unterwegs sind, mehr Komfort bieten. In der näheren Umgebung der Kreuzung befinden sich zwei Alterszentren sowie diverse Einrichtungen für Kinder.

Petition «Rundum-Grün und diagonal»

Mit der Massnahme reagiert das Bau- und Verkehrsdepartement auf die Petition «Rundum-Grün und diagonal». Diese forderte ein Pilotprojekt mit einer Grünphase nur für Zufussgehende, bei der die Kreuzung diagonal überquert werden kann.

Mit der Erhöhung der Grünzeiten kommt das Bau- und Verkehrsdepartement der Forderung der Petition entgegen: Fussgängerinnen und Fussgänger können in einer Grünphase neu zwei Fussgängerstreifen überqueren, was dem Nutzen einer Diagonalquerung praktisch gleichkommt.

Weitere Umsetzungen von längeren Grünphasen sind aktuell nicht vorgesehen. Gröbere Auswirkungen auf den Autoverkehr sind nicht zu erwarten.

Sicherheit der Fussgängerinnen und Fussgänger

Aus Gründen der Verkehrssicherheit wird auf einen diagonalen Fussgängerstreifen verzichtet. Um die Sicherheit der Fussgängerinnen und Fussgänger zu gewährleisten, müsste die Lichtsignalanlage permanent in Betrieb sein.

Unabhängig vom Verkehrsaufkommen müssten alle Verkehrsteilnehmenden nachts an der Ampel warten. Bei einem Ausfall der Lichtsignalanlage wären die Vortrittsverhältnisse nicht mehr klar und das Unfallrisiko würde steigen.

Die Erhöhung der Grünzeiten wird so umgesetzt, dass die grundsätzliche Vorfahrt des öffentlichen Verkehrs gemäss dem Umweltschutzgesetz voll erhalten bleibt.