Offene Gärten bringen Menschen im Naturpark Thal zusammen
Am Tag der offenen Gärten im Naturpark Thal haben am Sonntag, 14. Juni 2026, 18 private und gemeinschaftlich genutzte Gärten zahlreiche Besucher begrüsst.

Wie der Naturpark Thal schreibt, wurden am Tag der offenen Gärten zwischen 60 und über 100 Besuchern pro Garten gezählt.
Bei Sonnenschein und rund 26 Grad nutzten die Gäste die Gelegenheit, Gartenwelten zu entdecken, sich auszutauschen und Ideen für den eigenen Garten mitzunehmen.
Sprechen, lernen und erleben
Blauer Himmel, offene Gartentore und viel Zeit für Gespräche: Der diesjährige Tag der offenen Gärten im Naturpark Thal ist auf grosses Interesse gestossen.
In den Gärten zwischen Balsthal und Welschenrohr-Gänsbrunnen kamen Besucher mit den Gastgebern ins Gespräch, erhielten praktische Tipps und erlebten, wie vielfältig im Thal gegärtnert wird.
Die geöffneten Gärten zeigten unterschiedliche Formen regionaler Gartenkultur: naturnahe Oasen, Selbstversorgergärten, Familiengärten, Bauerngärten, Gärten mit Bienenhäusern und liebevoll gestaltete Rückzugsorte.
Viele Gäste blieben länger als geplant, genossen die Atmosphäre, tauschten Erfahrungen aus und wurden vielerorts mit Kaffee, selbstgemachten Getränken aus dem Garten, frisch gebackenem Brot oder Kuchen empfangen.
Von Bienenhäusern, Mauerseglern und Schafwolle
Wie viel Wissen und Herzblut in den Gärten steckt, zeigte sich besonders in den Begegnungen vor Ort.
Bei der Familie Rütti in Matzendorf öffnete sich nicht nur das Gartentor, sondern auch der Zugang zum Bienenhaus. In ihrem Garten leben über 30 Bienenvölker, die die Pflanzen in der Umgebung bestäuben. Die Besucher erhielten somit einen direkten Einblick in die Bedeutung der Bienen für einen lebendigen Garten.
Bei Regula und Kurt Bader richtete sich der Blick nicht nur auf die Beete, Pflanzen und ein selbstgebautes Insektenhotel, sondern auch nach oben. Mehrere Mauersegler hatten in ihren Nistkästen erneut Einzug gehalten und überflogen den Naturgarten. Der Garten zeigte eindrucksvoll, wie private Grünräume Lebensraum für Tiere schaffen können.
Einen weiteren Einblick bot der Garten von Regula Strähl und Tobias Arn in Welschenrohr. Hinter dem von aussen unscheinbaren alten Bauernhaus erstreckt sich ein grosser Garten, der mit viel Handarbeit neu belebt wurde. Seit Kurzem bauen Arn und Strähl gemeinsam Gemüse und Kräuter zur Selbstversorgung an. Einige Pflanzen nutzen sie für selbst gemachte Salben. In einem Hag neben den Beeten grasen gemütlich Zackelschafe. Ihre Wolle findet sich an vielen Pflanzen im Garten wieder. Strähl nutzt das Naturmaterial als Langzeitdünger, Wasserspeicher und Mulchmaterial.
Gartenwissen im direkten Austausch
Der Tag der offenen Gärten bot nicht nur schöne Gartenbilder, sondern auch konkrete Informationen zu aktuellen Natur- und Gartenthemen. Mehrere Gastgeber machten auf die invasive Asiatische Hornisse aufmerksam und zeigten unter anderem Nester. Andere erklärten naturnahe Gestaltung, den Umgang mit Tieren im Garten oder praktische Methoden zur Bodenpflege.
Viele Besucher verbanden den Anlass mit einer Velotour durch das Thal. Wer mit dem Velo unterwegs war, konnte die geöffneten Gärten als Stationen einer Entdeckungstour nutzen und gleichzeitig am Wettbewerb teilnehmen. So führte der Tag nicht nur in einzelne Gärten, sondern auch durch die Landschaft des Naturparks.
Positive Bilanz und Fortsetzung im nächsten Jahr
Die Rückmeldungen von Besuchern sowie von Gartenbesitzern fielen positiv aus. Der Anlass habe gezeigt, wie gross das Interesse an regionaler Gartenkultur, praktischen Gartentipps und persönlichen Begegnungen sei.
«Der Tag der offenen Gärten macht sichtbar, wie viel Wissen, Herzblut und Vielfalt in den Gärten des Thals steckt. Besonders wertvoll ist der direkte Austausch zwischen den Menschen», sagt Patrick Zellweger, Koordinator des Anlasses beim Naturpark Thal.
Der Naturpark Thal zieht eine positive Bilanz. Der Tag der offenen Gärten soll auch im kommenden Jahr wieder stattfinden.










