Rechnungsabschluss 2025: Deutlich besser als geplant

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Baden,

Würenlingen schliesst die Erfolgsrechnung 2025 mit einem Defizit von 345'648,45 Franken ab und übertrifft damit das Budget um 0,6 Millionen Franken.

Gemeindehaus in Würenlingen
Das Gemeindehaus in Würenlingen. - Nau.ch / Simone Imhof

Wie die Gemeinde Würenlingen berichtet, weist die Erfolgsrechnung der Einwohnergemeinde einen Umsatz von 39,2 Millionen Franken aus. Die Steuererträge der natürlichen und juristischen Personen übertrafen die Budgeterwartungen, wodurch der Fiskalertrag um 1,5 Millionen Franken über dem Budgetziel lag. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Ertrag um rund 1 Million Franken.

Das operative Ergebnis der Einwohnergemeinde ohne Werke weist ein Defizit von 345'648,45 Franken aus. Dieses Ergebnis fällt um 0,6 Millionen Franken besser aus als veranschlagt. Hauptgründe dafür sind die wirtschaftliche Erholung des Fonds und die hohen Steuereinnahmen. Gleichzeitig sind die Kosten im Sozial- und Gesundheitsbereich erneut gestiegen, was sich leider kaum beeinflussen lässt.

Für jeden Betrieb sowie für den steuerfinanzierten Teil der Gemeinderechnung wird ein dreistufiger Ergebnisausweis erstellt (siehe nachfolgende Zusammenfassung). Die betriebsnotwendigen Abschreibungen sind im Aufwand enthalten. Ein positives Ergebnis der Erfolgsrechnung weist auf eine ausreichende Ertragskraft hin und stärkt das Eigenkapital.

Solide Finanzen und schuldenfreie Werke

Alle Investitionen konnten aus eigenen Mitteln finanziert werden. Die Investitionsrechnung der Einwohnergemeinde sowie der Werke zeigen Gesamtausgaben in der Höhe von 3,08 Millionen Franken. Als Einnahmen konnten 1 Million Franken. verbucht werden.

Die Bilanz weist ein Verwaltungsvermögen von 98.5 Mio. Franken aus, wovon 24 Millionen Franken den Spezialfinanzierungen zugeordnet sind. Das Eigenkapital beträgt 124,3 Millionen Franken, davon entfallen 50,9 Millionen Franken auf die Betriebe.

Die Spezialfinanzierungen für Abwasserbeseitigung, Abfallbewirtschaftung und Elektrizitätswerk (Netz), schliessen mit einem positiven operativen Ergebnis ab. Die Wasserversorgung, Elektrizitätswerk (Übriges/Handel) sowie Fernwärme verzeichnen einen Aufwandüberschuss. Alle Werke sind schuldenfrei und verfügen gegenüber der Einwohnergemeinde über ein Guthaben.

Finanzlage besser trotz steigender Kosten

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Die finanzielle Lage der Gemeinde Würenlingen ist sehr gut. Sowohl die Eigenwirtschaftsbetriebe als auch der steuerfinanzierte Teil der Gemeinderechnung sind vollständig mit eigenen Mitteln finanziert.

Das Jahresergebnis fällt deutlich besser aus als budgetiert, was vor allem auf die hohen Steuereinnahmen und den Fondsabschluss zurückzuführen ist. Die stetig steigenden, nur begrenzt beeinflussbaren Kosten im Sozial- und Gesundheitsbereich belasten die Jahresrechnung jedoch weiterhin.

Durchzogenes Ergebnis der Ortsbürgergemeinde

Die Erfolgsrechnung weist einen Umsatz von 6,1 Millionen Franken aus. Die Gemeinderechnung ohne Betriebe schliesst mit einem operativen Ergebnis von 232'530,02 Franken und liegt damit unter dem Budget von 503'800 Franken. Die Selbstfinanzierung beträgt 555'593,13 Franken.

Die Forstwirtschaft musste eine Entnahme aus dem Fonds in der Höhe von 69'559,89 Frankenverbuchen. Die Holzverkäufe konnten erneut gesteigert werden, zudem wurde die Zusammenarbeit mit dem Bauamt intensiviert.

Bei der Nachsorge der Deponie konnte eine Punktlandung gegenüber dem Budget verzeichnet werden. Die Betriebskosten sind nur 3423,58 Franken höher wie erwartet. Die Rechnung schliesst mit einer Entnahme aus dem Fonds von 921'783,25 Franken, da die Unterhaltsarbeiten höher ausfielen als erwartet.

Deutlicher Kursgewinn und steigende Verpflichtungen

Die Fondsverwaltung verzeichnet per 31. Dezember 2025 einen Nettokursgewinn von 2.8 Millionen Franken, was auf die positive Entwicklung der Börse zurückzuführen ist. Die Kapitalanlagen bei der Aargauischen Kantonalbank belaufen sich auf 52,6 Millionen Franken und sind vorwiegend in Obligationen, Aktien- und Immobilienfonds investiert.

Es gab im Abschlussjahr keine Investitionsausgaben oder -einnahmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Nachsorgefonds des Konsortiums Bärengraben steigen im Berichtsjahr um 2,53 Millionen Franken auf 54 Millionen Franken. Ein Drittel dieses Vermögens gehört dem Kanton, was in einem Bilanznachtrag festgehalten wird.

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