Baar ZG: Undichter Brunnen liess den Boden absinken
Die Bodensenkung bei der Waldmannhalle in Baar ZG ist geklärt: Ein undichter Grundwasserbrunnen spülte Feinmaterial aus. Die Zufahrt wird teilweise freigegeben.

Umfangreiche Untersuchungen haben die Ende 2025 aufgestellte Vermutung bestätigt: Die Senkung bei der Zufahrt zur Waldmannhalle entstand wegen eines undichten Grundwasserbrunnens. Wasser stieg unter hohem Druck in höhere Schichten auf und hat feine Bodenbestandteile ausgespült.
Die Gemeinde Baar liess in den vergangenen Monaten verschiedene Messungen, Pump- und Markierversuche rund um die Bodensenkung bei der Zufahrt zur Waldmannhalle von der Sonnackerstrasse her durchführen. Die Resultate zeigen deutlich, dass zwischen dem 126 Meter tiefen Rückgabebrunnen der Wärmepumpe und den in geringer Tiefe liegenden Bodenschichten eine direkte hydraulische Verbindung entstanden ist.
Es konnte nachgewiesen werden, dass Wasser aus dem Brunnen aussen am Brunnenrohr in höhere Bodenschichten gelangt und dabei Feinmaterial auswäscht. Die so entstandenen Hohlräume im Untergrund haben zur Bodensenkung vom 1. Dezember 2025 geführt. Die Untersuchungsergebnisse bestätigen damit die bisherigen Thesen. Angesichts der nun vorliegenden Ergebnisse kann die gesperrte Zufahrt zur Waldmannhalle von der Sonnackerstrasse wieder teilweise freigegeben werden, da keine Gefahr besteht.
Zudem wird der Rückgabebrunnen so abgedichtet, dass kein Grundwasser mehr aus der Tiefe aufsteigen kann.
Die Situation vor Ort wird weiterhin überwacht. Das gilt auch für die Waldmannhalle. Dort messen Sensoren allfällige Setzungen.
Die Waldmannhalle wie auch das Restaurant Sport Inn können weiterhin gefahrlos genutzt und besucht werden.
Entscheidungen zur künftigen Wärmeversorgung folgen
Offen ist derzeit, wie die künftige Wärmeversorgung der Waldmannhalle aussehen wird. Die Untersuchungen zeigen, dass eine Sanierung des bestehenden Rückgabebrunnens nicht empfohlen werden kann. In den kommenden Monaten wird die Gemeinde deshalb vertiefte Abklärungen vornehmen.
Geprüft wird einerseits, ob ein neuer Rückgabebrunnen an einem anderen Standort erstellt werden soll. Andererseits sollen alternative Lösungen für die zukünftige Wärmeversorgung in Betracht gezogen werden. Dabei werden verschiedene Möglichkeiten der Grundwassernutzung sowie weitere nachhaltige Energieversorgungskonzepte evaluiert.










