Baar

    Baar: Gemeinde zahlt Beiträge für naturnahe Gärten

    Gemeinde Baar
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    Region Baar,

    In Baar tritt am 1. September 2026 eine neue Förderrichtlinie in Kraft. Die Gemeinde unterstützt Private dabei, ihre Gärten naturnah zu gestalten.

    Garten Natur ökologisch heimisch
    Mit einer neuen Förderrichtlinie und gezielten Förderbeiträgen unterstützt die Gemeinde Baar ab 1. September 2026 Privateigentümer dabei, ihre Gärten und Aussenräume klimaresilient und ökologisch wertvoll zu gestalten. (Symbolbild) - Depositphotos

    Der Gemeinderat von Baar hat eine neue Richtlinie zur Förderung der Biodiversität und der Klimaanpassung auf Privatgrundstücken verabschiedet. Eine Aktionswoche im Oktober macht auf die gezielten Förderbeiträge für private Grundstückeigentümerinnen und -eigentümer aufmerksam.

    Gezielte Förderbeiträge ab 1. September

    Hitzetage werden häufiger, Trockenperioden dauern länger und viele Tier- und Pflanzenarten verlieren zunehmend geeignete Lebensräume. Dies zeigt sich besonders in den Siedlungsräumen. «Die Biodiversität und ein gutes Lokalklima entstehen nicht nur in Schutzgebieten, sondern direkt vor unserer Haustüre», erklärt Bauvorstand Zari Dzaferi.

    Deshalb unterstützt die Gemeinde Baar mit einer neuen Förderrichtlinie und gezielten Förderbeiträgen Privateigentümerinnen und -eigentümer dabei, ihre Gärten und Aussenräume klimaresilient und ökologisch wertvoll zu gestalten. Die Richtlinie tritt am 1. September 2026 in Kraft.

    Was wird gefördert?

    Gefördert werden fachkundige Beratungen, die Umwandlung biodiversitätsarmer Flächen in naturnahe Lebensräume, die Entfernung invasiver Neophyten sowie Entsiegelungsmassnahmen und die Pflanzung standortgerechter Hochstammbäume.

    Förderbeiträge werden gezielt dort eingesetzt, wo sie über gesetzliche Vorgaben hinausgehen und einen echten Mehrwert für Natur, Klima und Landschaft bringen. Ziel ist es, die ökologische Qualität im Siedlungsraum zu verbessern und gleichzeitig einen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel zu leisten.

    «Wer bestehende Rasen- oder Kiesflächen in naturnahe Lebensräume umwandelt oder klimaresiliente Bäume pflanzt, investiert in die Zukunft – die Gemeinde unterstützt dieses Engagement gezielt», freut sich Dzaferi.

    Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe

    Die Gemeinde Baar setzt bereits heute verschiedene Massnahmen aus dem Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) um. Langfristig lassen sich Biodiversität und Klimaanpassung jedoch nur gemeinsam mit Grundeigentümerinnen und -eigentümern, Unternehmen und Wohnbaugenossenschaften stärken. Die neue Förderrichtlinie soll deshalb Anreize schaffen, damit auch auf privaten Flächen mehr ökologisch wertvolle Lebensräume entstehen.

    «Viele Menschen möchten ihren Garten naturnaher gestalten, wissen aber nicht genau, wo sie anfangen sollen», führt Dzaferi aus. «Mit der neuen Förderrichtlinie unterstützen wir konkrete Projekte und zeigen gleichzeitig auf, wie alle einen Beitrag für ein lebenswertes und klimaangepasstes Baar leisten können.»

    Praxisnahe Beratung und Aktionswoche

    «Uns war wichtig, dass die Förderung verständlich, praxisnah und fair ist», betont Dzaferi. Daher ist ein zentrales Element der Richtlinie die fachliche Beratung. Sie stellt sicher, dass Massnahmen standortgerecht umgesetzt werden und langfristig Wirkung entfalten.

    Die Einführung der Förderrichtlinie wird im Herbst mit einer Aktionswoche begleitet.

    Vom 17. bis 24. Oktober erhalten Interessierte Gelegenheit, mehr über das neue Angebot zu erfahren und selbst mit anzupacken. An unterschiedlichen Veranstaltungen erfahren sie, wie viel Potenzial vor der eigenen Haustür steckt. Im Frühling 2027 folgt eine zweite Aktionswoche.

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