Wie die Gemeinde Trogen berichtet, wird das Kantonale Tiefbauamt die provisorische Tempo-30-Zone auf den Kantonsstrassen um den Landsgemeindeplatz aufheben.
Tempo-30-Zone
Eine Tempo-30-Zone. (Symbolbild) - Keystone

Das Kantonale Tiefbauamt wird in diesen Tagen die provisorische Tempo-30-Zone auf den Kantonsstrassen rund um den Landsgemeindeplatz aufheben, weil die Versuchsfrist längst abgelaufen ist.

Es wird wieder Tempo 40 signalisiert, so wie vor der Publikation der provisorischen Tempo-30-Zone im Jahre 2010. Die Signalisation Tempo 40 erfolgt umfassend, so dass die Polizei fehlbare Verkehrsteilnehmende büssen kann.

Die Gemeinde wurde vom Tiefbauamt vorgängig über diesen Schritt informiert. Der Gemeinderat hätte eine weitere Verlängerung des Provisoriums bevorzugt. Dies im Wissen, dass Verkehrsbussen anfechtbar wären beziehungsweise wohl gar keine Kontrollen durchführen werden.

Viele Einsprachen dagegen

Bekanntlich gingen im vergangenen Mai sehr viele Einsprachen gegen die Publikation der definitiven und grösseren Tempo-30-Zone ein, hauptsächlich wegen der damit verbundenen Aufhebung der Begegnungszone im Hinterdorf. Auch die Einsprechenden wurden im Sommer orientiert, dass das Provisorium der Tempo-30-Zone auf den Kantonsstrassen in den Herbstferien aufgehoben wird.

Das Tiefbauamt hat sich jedoch entschieden, mit Tempo 40 wieder die vorherige Geschwindigkeit zu signalisieren, obwohl mit dem Bau der Trottoirs entlang der Speicher-, der Wäldler- und der Altstätterstrasse die Situation für Fussgängerinnen und Fussgäner gegenüber dem Jahr 2010 verbessert wurde.

Einführung einer Tempo-30-Zone

Das Tiefbauamt betont, dass die definitive Einführung einer Tempo-30-Zone am Landsgemeindeplatz nach wie vor sein erklärtes Ziel sei. Tempo 40 auf den Kantonsstrassen ist verkehrlich, lärm- und signalisationstechnisch ein unbefriedigendes Geschwindigkeitsregime. Eine schnelle Ablösung durch ein besseres Regime wünschen alle.

Die gut besuchte öffentliche Informationsveranstaltung vom 9. September 2021 hat indes gezeigt, dass die Meinungen über das definitive Verkehrsregime im Dorfkern nach wie vor auseinanderliegen. Daher sind jetzt nach den Herbstferien intensive Gespräche zwischen Kanton, dem Gemeinderat und den Einsprechenden nötig. Fragen zum weiteren Vorgehen beantwortet das Tiefbauamt