Aufgrund der drohenden Handlungsunfähigkeit des Gemeinderates Grub AR haben sich Vertreter von Kanton, Gemeinderat und Geschäftsprüfungskommission getroffen.
Der Gemeinderat. - Symbolbild

Aufgrund der ab Januar 2022 drohenden Handlungsunfähigkeit des Gemeinderates Grub AR trafen sich im Dezember 2021 Vertreter von Kanton, Gemeinderat und Geschäftsprüfungskommission zur Lösungssuche.

Inhalt der Treffen war, die Handlungsfähigkeit des Gemeinderates auch nach dem 1. Januar 2022 aufrecht zu erhalten. Nach eingehenden Gesprächen entschieden sich die zurücktretenden Gemeinderäte Raouf Selmi, Bruno Tanner und Mathias Züst, ihren Rücktritt bis zum Ende des regulären Amtsjahres im Mai 2022 hinauszuschieben.

Damit verbleibt mehr Zeit für die Suche nach interessierten Personen für den Gemeinderat.

Es wurden Probleme thematisiert und Handlungsfelder lokalisiert

Am 7. und 15. Dezember 2022 trafen sich Vertreter von Kanton, Gemeinderat und Geschäftsprüfungskommission zu eingehenden Gesprächen in Grub.

An den beiden Treffen wurden einerseits bestehende Spannungen und Probleme innerhalb des Gemeinderates und der Verwaltung thematisiert. Es wurden andererseits Handlungsfelder lokalisiert. Diese werden angegangen.

In der Folge erklärten sich die abtretenden Gemeinderäte Raouf Selmi, Bruno Tanner und Mathias Züst bereit, die eingereichten Rücktritte auf Ende Amtsjahr im Mai 2022 zu verschieben, sofern ab sofort aktiv an der Behebung der strukturellen Probleme in Rat und Verwaltung gearbeitet werde.

Der Gemeinderat erarbeitete an den anschliessend zu den Treffen stattgefundenen Gemeinderatssitzungen sodann Lösungen innerhalb der Handlungsfelder und leitete erste Schritte zur strukturellen Verbesserung in die Wege. Als dringlich erachtet wird die Verbesserung der Kommunikation und der allgemeinen Zusammenarbeit innerhalb des Rates und der Verwaltung.

Der Kanton sowie die Geschäftsprüfungskommission werden in den kommenden Wochen und Monaten den Prozess aktiv mitgestalten und wenn nötig auf nicht vereinbarte Kursänderungen hinweisen.

Die Stabilisierung der Gemeindeverwaltung soll durch neue Stellen erreicht werden

Aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen auf der Gemeindeverwaltung bestehen Pendenzen. Für die Bewältigung der akut anfallenden Verwaltungsaufgaben leistet die gesamte Verwaltung aktuell einen Sondereffort.

Unterstützt werden die Mitarbeiter der Verwaltung durch externe Fachkräfte. Der Einsatz von externen Fachleuten ist mit Kosten verbunden und belastet die Haushaltskasse der Gemeinde entsprechend.

Zudem reichen die Pensen der externen Dienstleister nicht aus, die Verwaltung mittelfristig wieder in den Normalbetrieb führen zu können.

An den Gemeinderatssitzungen im Dezember wählte der Gemeinderat eine stellvertretende Gemeindeschreiberin im Umfang von 60 Stellenprozent und einen neuen Sachbearbeiter Bausekretariat im Umfang von 70 Stellenprozent.

Beide Personen werden am 1. April 2022 ihre Stellen antreten und damit massgeblich zur Stabilisierung der Gemeindekanzlei und Bewältigung der hohen Arbeitslast beitragen.

Die Termine für Ersatzwahlen werden neu angesetzt

Der Gemeinderat hatte die Ersatzwahlen für vier vakante Sitze im Gemeinderat auf den 13. Februar und 3. April 2022 angesetzt. Aufgrund der neuen Situation werden die Ersatzwahlen nicht an diesen Terminen durchgeführt.

Die Ersatzwahlen für die vier vakanten Sitze im Gemeinderat werden neu auf den 3. April 2022, erster Wahlgang, und 15. Mai 2022, zweiter Wahlgang, angesetzt. Für interessierte Anwärterinnen und Anwärter stellt der Gemeinderat ein umfassendes Anforderungsprofil zur Orientierung zur Verfügung.

Das Anforderungsprofil ist im aktuellen Blickpunkt abgedruckt. Für weiterführende Informationen steht der Gemeinderat jederzeit auch persönlich zur Verfügung.