Über zwei Wochen lang war das Wasser in Truttikon ZH mit Fäkalbakterien verschmutzt. Für die Behebung des Schadens muss die Gemeinde selber aufkommen.
Truttikon ZH
Der Blick in den Abendhimmel von Truttikon ZH. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Wasser von Truttikon ZH waren Ende 2020 Fäkalbakterien aufgetaucht.
  • Zwischen zwei und drei Wochen dauerte es, bis das Problem behoben worden war.
  • Für die Schadenssumme von 55'000 Franken muss die Gemeinde selbst aufkommen.

Zwei bis drei Wochen hatte es Fäkalbakterien im Wasser von Truttikon ZH. Die rund 500 Einwohner der Gemeinde mussten ihr Wasser für den eigenen Gebrauch in dieser Zeit abkochen. Oder aber sie griffen auf gekauftes, importiertes Mineralwasser zurück.

Dies ereignete sich Ende des letzten Jahres und hing mit einem defekten Schieber zusammen, wie der «Landbote» berichtete. Dieser Schieber fungierte als eine Art Ventil, durch das Fremdwasser ins Leitungsnetz des Dorfes gelangte.

Um das Problem zu beheben, wurden die Leitungen gespült und der Schieber ersetzt. Beim Ersetzen des Schiebers platzen dann auch noch zwei alte Leitungen. Diese Arbeiten verursachten Kosten von ungefähr 55'000 Franken. Eine entsprechende Schadensmeldung leitete die Gemeinde vor sechs Monaten an die Versicherung weiter.

Nun ist aber klar, dass die Axa den Schaden nicht übernehmen wird. Weil die betroffene Leitung im Besitz der Gemeinde Truttikon ist und nicht Dritte betroffen sind, beteiligt sich die Versicherung nicht. Die Gemeinde argumentiert zwar, selbst nichts für die Bakterien im Wasser zu können – den Schaden muss sie trotzdem tragen.

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