Projektierung der Ostumfahrung schreitet voran
Die Stadt Altstätten startet die Projektierung der Ostumfahrung. Fachbüros und Experten begleiten die Landverhandlungen und informieren betroffene Eigentümer.

Wie die Stadt Altstätten mitteilt, hat sie im Zusammenhang mit dem Bau- und Auflageprojekts der Ostumfahrung weitere Fachbüros beauftragt und Experten für die Landverhandlungen beigezogen. Letzten Mittwoch informierte die Stadt die direkt betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer über die aktuellen Arbeiten und das weitere Vorgehen.
Im Rahmen des Bau- und Auflageprojekts erfolgen detaillierte Pläne für die Verkehrsführung und die Freiräume. Die Aufträge vergab die Stadt an den bisherigen Verkehrsplaner B + S AG sowie an den lokalen Landschaftsarchitekten OePlan GmbH.
Fachbüros setzen Planung für Kesselbach um
Ebenso erteilte die Stadt den Auftrag für die Planarbeiten zur Renaturierung des Kesselbachs im südlichen Abschnitt, zwischen der Schachenstrasse und der Bahnlinie. Hierfür wurde die Ingenieurgemeinschaft (IG) ESS beauftragt – ein Zusammenschluss der Egeter & Partner AG, Emch + Berger Graubünden AG und Schällibaum AG.
Die IG erarbeitet das Bau- und Auflageprojekt der Ostumfahrung und ist durch das Vorprojekt bestens mit den örtlichen Gegebenheiten und den Projektanforderungen vertraut.
Fachexperten für faire Landverhandlungen
Der Stadt liegt viel an fairen Verhandlungen mit den Grundeigentümerinnen und -eigentümer und zieht hierfür Fachexperten hinzu. Walter Appert vom Landwirtschaftlichen Zentrum SG unterstützt die Stadt sowie die Grundeigentümerinnen und -eigentümer bei landwirtschaftlichen Fragen im Zusammenhang mit dem Projekt und den Landverhandlungen.
Auf der anderen Seite wird Matthias Althaus von der altrimo AG die Landverhandlungen im Auftrag der Stadt führen und leiten.
Informationsanlass für direkt Betroffene
Ebenso ist der Stadt ein offener Austausch wichtig und lud daher zu einer Infoveranstaltung am letzten Mittwoch in den Sonnensaal. Über 50 Grundeigentümerinnen und Pächter nahmen daran teil.
Dabei stellte die Stadt die zwei Fachexperten vor und informierte über den aktuellen Stand. In einer offenen Diskussion beantworteten die Verantwortlichen gemeinsam mit den Fachleuten Fragen zu Preisen, Realersatz, Ablauf der Verhandlungen, Zeitplan und weiteren Themen.
Dabei betonte Stadtpräsident Ruedi Mattle, dass der Stadt viel an guten Lösungen für alle liege – auch wenn das nicht immer zu 100 Prozent gelingen wird. Wichtig sei ein faires und partnerschaftliches Vorgehen.
Wie geht es weiter?
Die eigentlichen Landverhandlungen starten voraussichtlich im Frühjahr 2026. Bis dahin erarbeitet die Stadt gemeinsam mit den Fachleuten für jedes betroffene Grundstück einen individuellen Landerwerbsplan.
Danach folgen die ersten Absichtserklärungen und Vorverträge. Das Bau- und Auflageprojekt soll Ende 2026 abgeschlossen sein. Ob der Bund das Projekt im Rahmen des Agglomerationsprogramms unterstützt, entscheidet sich voraussichtlich Ende 2027.
Danach soll die Bürgerschaft – voraussichtlich im Frühjahr – über den Investitionskredit für den Bau abstimmen.