Selbst der Teufel ist vor zu starker UV-Strahlung nicht gefeit: Das Wandbild «Teufel mit Geissbock» des Urner Künstlers Heinrich Danioth aus den 1960-er Jahren in der Schöllenen ist verblichen und hat diese Woche seine rote Farbe zurückerhalten. Zudem wurde es mit einem UV-beständigen Lack überzogen.
teufelsbrücke
Die Teufelsbruecke nach Goeschenen im Kanton Urii mit dem Felswandbild von Heinrich Danioth, aufgenommen am 29. Juni 2000. - Keystone

Das Original des Werks auf der Granitwand bei der Teufelsbrücke entwarf Danioth (1896-1953) im Auftrag des Verkehrsvereins Andermatt bereits 1950. Beim Bau der Nationalstrasse durch die Schöllenen 1955 musste ein Teil des Wandbilds dem neuen Tunnel weichen. Daraufhin wurden Teufel und Geissbock links der Tunneleinfahrt rekonstruiert.

Seither hat die Sonne den beiden Bockfüssigen aber dergestalt auf den Pelz gebrannt, dass die Oberfläche nahezu zerstört war, wie eine Analyse im Auftrag der Urner Denkmalpflege ergab. Ein Restaurator habe nun auf einer Hebebühne die oberste Schicht des Bildes entfernt, die Farbe aufgefrischt und mit einem UV-beständigen Lack überzogen, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte.

Schaden genommen habe das Bild auch 2008 bei einem Farbanschlag, wie Denkmalpfleger Thomas Brunner auf Anfrage sagte. Die Kosten für die Restauration des rund vier Meter hohen Werks in einer Höhe von rund 20 Metern, belaufen sich auf 30'000 Franken, übernommen hat sie der Kanton.

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