Isenthal UR: 50 Jahre Theatergruppe – Chilbi wird zur Bühne
An der Chilbi in Isenthal UR vom 16. bis 19. Oktober 2026 wird eine Ausstellung zu 50 Jahren Theatergruppe gezeigt. Dazu spielen an vier Tagen Ländlerkapellen.

Die Isenthaler Chilbi vom 16. bis 19. Oktober steht im Zeichen der Ausstellung «50-Jahre Theatergruppe Isenthal». Bodenständige Ländlerkapellen sorgen von Freitag bis Montag im Urirotstock für Stimmung und die Dorfmusik spielt am Sonntag das traditionelle Ständchen.
«Ich habe gestaunt, was alles vorhanden war, wie viele Fotos, Videos, auch Anekdoten ich für die Ausstellung zusammenbrachte», freut sich Bruno Imholz. Er ist inhaltlich verantwortlich für sämtliche 50 grossformatigen Plakate und das Video und leistete den Knochenjob. Er schmunzelt, wenn er sagt, dass ihn die unerwarteten Anekdoten erheitert haben.
«Bei Aufführungen gibt’s viel Spontanität und Improvisation», weiss Imholz zu berichten. «Das Missgeschicke wird überspielt, fast immer mit Humor gemeistert.» Beim Zusammenstellen der Chronik sei ihm klar geworden: «Isenthal hat eine ausgesprochen lebendige Theatergeschichte.»
Seit 1951 wird in Isenthal regelmässig Theater gespielt. Für Lukas Schmid, der seit 2015 Regie führt, ist Theater mehr als Einstudieren eines Stücks. «Theater ist konzentrierte Arbeit an der eigenen Person, auch in der Gemeinschaft. Dazu ist auch der Austausch mit den Theatervereinen wichtig.»
Bei Besuchen pflege man regelmässig Kontakt zwischen den Gemeinden. Volkstheater verbinde über die Gemeindegrenzen hinaus.

Eine wichtige Funktion erfüllt der 1962 gegründete Zentralverband Schweizer Volksbühnen. Lukas Lewicki, Präsident des heutigen Zentralverband Schweizer Volkstheater kommt an die Vernissage. Er wird die Bedeutung der Laienbühnen auf nationaler Ebene kurz darstellen.
Dank Weiterbildung konnte in Uri das Niveau deutlich gesteigert werden. Seit 1994 organisiert man sich als Regionalverband Zentralschweizer Volkstheater (RZV). Man ist so näher bei den Mitgliedern und Gästen Der Regionalverband fördert das nichtberufliche Theater durch Weiterbildung, Vernetzung und Beratung.
Für Uri erstmalig ist, dass eine Gemeinde seine dörfliche Tradition so umfassend darstellt. Die Jubiläumsausstellung wird am Samstag, 17. Oktober, um 20 Uhr in der Turnhalle durch Gemeindepräsidentin Andrea Gisler und Kulturkommissionspräsident Peter Gasser eröffnet. Für Gasser wird es seine letzte sein. Sein Nachfolger ist schon bestimmt.
Es ist der in Gitschenen wohnhafte Künstler Florian Maritz. Der Anlass wird theatralisch umrahmt.
Landratspräsident Pascal Arnold, der Kulturbeauftragte Ralph Aschwanden, Regisseur Lukas Schmid und Präsident Lukas Lewicki werden kurze Einblicke ins Urner und Schweizer Volkstheater geben.
An vier Tagen gibt’s volksmusikalische Unterhaltung im Hotel Urirotstock. Erstmals spielt schon am Samstagnachmittag eine lüpfige Tanzkapelle, das bekannte Echo vom Nielenstock. Die Ausstellung und die Tanzmusik kann ab Freitagabend, am Samstag, Sonntag und Montag zu verschiedenen Zeiten besucht werden.










