Trotz aufopferndem Kampf kann der FCWB den frühen Rückstand nicht mehr wettmachen und verliert gegen Eschen-Mauren knapp.
Sportanlage Moss.
Wettswiler Moos, Heimstätte des FC Wettswil-Bonstetten. - Google Maps

Nach dem guten Saisonstart befand sich der FCWB nach zuletzt zwei Niederlagen in der Meisterschaft inmitten der fortwährend breiten. Eschen-Mauren hingegen tastete sich vor Wochenfrist an die Spitzenplätze heran, da man mit einem 2:0-Sieg in Baden den Aargauern die erste Saisonniederlage zufügte.

Obwohl zwischen den Säuliämtlern und den Liechtensteinern vor dem Spiel nur zwei Punkte lagen, war das Momentum ganz auf der Seite der Gäste. Während der USV den Schwung nach dem Sieg unbedingt mitnehmen wollte, um auch auf dem Wettswiler Moos zu punkten, waren die Gastgeber bestrebt, nach zwei verloren Heimspielen wieder die volle Punktzahl aufs Konto zu schreiben.

Frühes Tor in ereignisarmer Halbzeit

Trotz dieser Vorsätze startete man nicht wie gewünscht in die Partie. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld war die WB-Defensive nicht optimal formiert und es reichte ein Steilpass in die Schnittstelle, um Muratovski zu bedienen, der WB-Keeper Rüegg keine Chance liess. Der frühe Rückstand nach nur fünf Minuten war natürlich ein herber Dämpfer. WB kam in der Folge nur langsam besser ins Spiel.

Hinten wurde man immer stabiler, sodass man sich nun auch vermehrt in die Offensive bewegen konnte. Nach einer guten halben Stunde kam man dem gegnerischen Tor am nächsten. Hager wurde Tief im Eschen-Strafraum angespielt und suchte in der Mitte einen seiner Mitspieler; der Abschluss war jedoch zu ungenau. Abgesehen von dieser kurzen Aufregung konnte man nur mittels Standards an das Tor der Fürstentümer herantasten, ohne jedoch zwingende Abschlüsse zu verzeichnen.

Viel Herzblut in Hälfte zwei

Nach der Pause spürte man, dass hier noch nicht alles gelaufen ist. WB nahm das Spieldiktat noch fester in die Hand. Ebenso wie in der ersten Hälfte, konnte man viele Zweikämpfe und zweite Bälle für sich gewinnen und erfreulicherweise nun die Ballverluste in Grenzen halten. Offensiv kam von den Liechtensteinern nicht mehr viel.

Die Räume, welche sich durch die etwas mehr riskierenden Säuliämtler ergaben, wurden vom USV nicht genutzt und prallten stets im Mittelfeld oder spätestens in WBs Defensive ab. Eine zehnminütige Phase nach gut einer Stunde war dann durch viele Unterbrüche geprägt. Verletzungen und einige Krampferscheinungen zwangen den Unparteiischen dazu, die Partie mehrmals zu stoppen – zum Leidwesen des FCWB. Aber auch nach dieser etwas zerfahrenen Phase merkte man, dass das Momentum eher bei den Ämtlern war. Hart geführte aber dennoch faire Zweikämpfe waren nun keine Mangelware. Ebenso konnte man viele Bälle der Gäste gut lesen und mögliche Angriffe früh unterbinden.

Obwohl sich die Geschehnisse teilweise weit in der gegnerischen Hälfte abspielten, konnte man wie vor einer Woche gegen Linth nur wenige Torschüsse kreieren. Captain Flavio Peter fasste sich nach rund 70 Minuten ein Herz und versuchte sein Glück aus der Distanz; der Schuss wurde aber noch abgelenkt und somit verharmlost. In den letzten 15 Minuten starteten die Gastgeber noch zur Schlussoffensive. Nach einer Hereingabe von links, traf Salihu den Ball nicht wunschgemäss und Di Battista konnte vom Abstauber leider nicht profitieren. Wenig später war es erneut Salihu, der kurios mit einer ‚Kerze‘ den USV-Goali in Bedrängnis brachte. Der Ball sprang von der Latte nochmals in den Fünfmeterraum, wo viel Dusel und Chaos für grosse Aufregung sorgten.

Glücklos in der Schlussphase

Die Liechtensteiner konnten das Spieldiktat nicht mehr in die eigene Hand nehmen und es entstanden einige gefährliche Szenen mitten im Gäste-Strafraum. Mit einem Quäntchen Glück hätte der FCWB an einem anderen Tag daraus Erfolg geschlagen. So blieb es beim 0:1 für die Gäste. WB kann jedoch durchaus mit erhobenem Kopf nach vorne schauen.

Verglichen mit dem Linth-Spiel vor Wochenfrist legte man diesen Samstag eine deutlich positivere Haltung an den Tag, und man zeigte viel Herzblut. Man muss sich nun an diesen positiven Aspekten orientieren und die Trainings mit der gleichen Spannung bestreiten, um dann kommendes Wochenende in Thalwil auf die Siegerstrasse zurückzukehren.

Matchtelegramm: Sportplatz Moos, Wettswil. FCWB: Rüegg, Thalmann, Studer, Brüniger, Heini (69. Salihu), N. Peter, Dzelili (65. Jakovljevic), F. Peter, Hager (57. Figueiredo), Aeberli, Bachmann (65. Di Battista)