Weniger Verkehrstote im Kanton Aargau – viel Vermögenskriminalität

Kantonspolizei Aargau
Kantonspolizei Aargau

Aarau,

Im Kanton Aargau kam es im Jahr 2025 zu weniger Verkehrstoten und Schwerverletzten. Allerdings bleiben die Vermögensdelikte auf einem hohen Niveau.

Kantonspolizei Aargau
Logo der Kantonspolizei Aargau. (Archivbild) - Kantonspolizei Aargau

Mit abermals weniger Verkehrstoten und Schwerverletzten sind die Aargauer Strassen sicher. Auf sehr hohem Niveau bleibt hingegen die Zahl der Vermögensdelikte, namentlich der Wohnungseinbrüche und der Ladendiebstähle.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Kantonspolizei Aargau zudem einen leichten Anstieg der Gewaltstraftaten.

Unfallrisiko Motorrad-Neulenker

Mit 2'615 registrierten Verkehrsunfällen bewegt sich diese Gesamtzahl im Bereich der Vorjahre. Elf Menschen verloren auf Aargauer Strassen ihr Leben.

Abermals gesunken ist die Zahl der Schwerverletzten, wobei ein Grossteil der Betroffenen als Motorradfahrer beteiligt waren. Ins Auge sticht, dass es sich bei einem Drittel von ihnen um Jugendliche handelte, die als Neulenker der Kategorie A1 verunfallten.

Zunehmend eine Rolle spielen bei den Schwerverletzten auch E-Trottinetts, E-Scooter und andere sogenannten Trendfahrzeuge. Deutlich abgenommen hat hingegen die Zahl der Schwerverletzten auf E-Bikes oder Fahrrädern.

Sichere Strassen zu gewährleisten, bleibt ein operatives Ziel der Kantonspolizei Aargau. Dieses will sie weiterhin erreichen, indem sie ihren Fokus bei verkehrspolizeilichen Kontrollen und Aktionen auf Lenker richtet, deren Fahrfähigkeit eingeschränkt ist oder bei denen Hinweise auf charakterliche Defizite bestehen.

Vermögenskriminalität auf sehr hohem Niveau

Seit einem Tiefpunkt im Jahr 2020 wächst die Zahl der Wohnungseinbrüche stetig und hat sich inzwischen mehr als verdoppelt. Mit über 1'200 Delikten stieg deren Zahl allein im vergangenen Jahr gegenüber jener von 2024 um fast 20 Prozent an.

Hingegen stabilisierten sich die Einbruchszahlen im gewerblichen Bereich, und bei sonstigen Tatobjekten wie etwa Clublokalen oder Gartenhäuschen verzeichnete die Kantonspolizei gar einen Rückgang um fast 30 Prozent.

Einbrecher
Ein Einbrecher. (Symbolbild) - keystone

Nach Jahren des Anstiegs zeigte die Kurve auch bei den Diebstählen aus parkierten Autos nach unten, blieb jedoch über dem langjährigen Durchschnitt. Die Summe dieser Fahrzeugdelikte sowie aller Einbruchsformen entspricht trotz unerfreulicher Trends einem leichten Rückgang.

Gleichzeitig lag die Aufklärungsquote 2025 markant höher als in den Vorjahren. Einen Höchststand verzeichnete die Kantonspolizei indes bei den angezeigten Ladendiebstählen.

Vor diesem Hintergrund bildet die Bekämpfung der Vermögenskriminalität und namentlich der Einbrüche nicht von ungefähr ein erklärtes Hauptziel der Kantonspolizei Aargau.

Anstieg bei der Cyberkriminalität abgeflacht

Obwohl sich die Zahl der digitalen Straftaten weiterhin auf hohem Niveau bewegte, flachte der stetige Anstieg der letzten Jahre erstmals ab.

Die grosse Mehrheit der registrierten Delikte entfällt auf die Cyber-Wirtschaftskriminalität und namentlich auf den Online-Anlagebetrug sowie das sogenannte Phishing – also dem Versuch, mit gefälschten E-Mails, Webseiten oder Kurznachrichten an sensible Daten von Personen zu gelangen. Allein im Aargau richteten diese Deliktsformen einen Schaden von über 31 Millionen Franken an.

kriminalstatistik 2022
Im Kanton Aargau kam es zu einigen Fällen von Cyberkriminalität. - dpa-infocom GmbH

Durch die fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft haben sich diese Delikte seit 2020 mehr als verdoppelt. Nicht von ungefähr misst die Kantonspolizei der Bekämpfung dieser digitalen Kriminalitätsformen strategische Bedeutung zu.

Vor dem Hintergrund einer unter der Oberfläche wuchernden Strukturkriminalität – etwa durch Drogenhandel oder Geldwäscherei – bildet auch die Zerschlagung krimineller Strukturen ein weiterer Schwerpunkt der Kantonspolizei Aargau.

Zahl der Gewaltdelikte leicht angestiegen

Gewalt zu stoppen und die Aggressoren zur Rechenschaft zu ziehen, gehört aus gutem Grund zu den zentralen operativen Zielen, welche die Kantonspolizei bei ihrer täglichen Arbeit verfolgt.

So verzeichnete sie im Jahr 2025 2'839 Gewaltdelikte, was einem leichten Anstieg gegenüber den Vorjahren darstellt. Namentlich die Gewalt an sogenannten Hotspots wie Bahnhöfen bleibt ein Dauerbrenner.

Mit 46 Delikten lag dafür die Zahl der Raubüberfälle unter den Zahlen der letzten Jahre. Mehr als die Hälfte entfiel auf den sogenannten Strassenraub, also der Beraubung von Personen auf offener Strasse.

Auffallend dabei ist, dass 23 Prozent der ermittelten Täter noch nicht 18 Jahre alt waren. Ferner klärte die Kantonspolizei alle fünf vollendeten und 14 versuchten Tötungsdelikte des letzten Jahres.

Kommentare

Weiterlesen

Einbruch
1 Interaktionen
Im Jahr 2025
Dingenhart TG
2 Interaktionen
Dingenhart TG
wallisellen
1 Interaktionen
Zürich
Flusskreuzfahrten
Ganz viel entdecken!

MEHR AUS AARAU

BTV Aarau
Volleyball
Küttigen AG
6 Interaktionen
Küttigen AG