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Rückblick 2025: Abteilung Sicherheit zieht insgesamt positive Bilanz

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Die Abteilung Sicherheit der Stadt Aarau blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2025 mit Jubiläum, Innovationen und hoher Einsatzbereitschaft zurück.

Die Polizei kontrolliert am Bahnhof in Aarau Personen. - Nau.ch

Die Abteilung Sicherheit der Stadt Aarau blickt auf ein intensives und ereignisreiches Jahr 2025 zurück.

Wie die Stadt Aarau schreibt, stand im Zentrum ein besonderes Jubiläum: Die Stadtpolizei Aarau feierte ihr 325-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1700 hat sie sich kontinuierlich weiterentwickelt und den gesellschaftlichen sowie sicherheitspolitischen Anforderungen angepasst – ein Weg, der auch im Jubiläumsjahr konsequent fortgesetzt wurde.

Meilenstein Pilotprojekt «Urbane Sicherheit»

Einen bedeutenden Meilenstein bildete die Lancierung des Pilotprojekts «Urbane Sicherheit», womit Sicherheit im urbanen Raum ganzheitlich betrachtet werden soll.

Die komplexe Situation, wie sie sich insbesondere im Bereich des Bahnhofs präsentiert, wurde dabei nicht nur operativ, sondern auch strukturell angegangen. In diesem Zusammenhang wurden gezielte kleinere bauliche Massnahmen umgesetzt, die als weiteres wichtiges Puzzleteil zu einer gesamtheitlichen Sicherheitslösung für die Stadt Aarau beitragen sollen.

In einem ersten Zwischenbericht, welcher am 19. Dezember 2025 publiziert wurde, standen neben der Analyse auch mittel- bis langfristige Massnahmen im Fokus. Das Projekt wird im Jahr 2026 weitergeführt, wobei weitere Ergebnisse und Massnahmen erarbeitet werden.

«Sicherheit, Intervention, Prävention (SIP)» per 2026 dauerhaft in Abteilung Sicherheit

Im ersten Quartal 2025 wurde das Korps der Stadtpolizei Aarau zudem mit einem neuen Destabilisierungsgerät (Taser) ausgerüstet. Damit steht den Einsatzkräften ein weiteres modernes und situationsgerechtes Einsatzmittel zur Verfügung, das die Handlungssicherheit erhöht und zur Deeskalation beitragen kann.

Parallel dazu wurde das Pilotprojekt «Sicherheit, Intervention, Prävention (SIP)» erfolgreich weitergeführt. Aufgrund der positiven Erfahrungen hat der Stadtrat entschieden, die SIP per 2026 dauerhaft in der Abteilung Sicherheit zu verankern.

Während die Stadtpolizei Aarau neben einigen Hotspots auf dem ganzen Stadtgebiet insbesondere im Bahnhofsperimeter erneut stark gefordert war, verzeichnete auch die Feuerwehr Aarau etwas mehr Einsätze als im Vorjahr, lag jedoch im Mehrjahresschnitt weiterhin im höheren, durchschnittlichen Bereich.

Nachhaltige Sicherheit durch Zusammenspiel mehrerer Ebenen

Trotz der vielfältigen Herausforderungen konnte die Abteilung Sicherheit ihre Aufgaben sowohl auf dem Stadtgebiet als auch bei den Vertragsgemeinden jederzeit auf hohem professionellem Niveau wahrnehmen und die öffentliche Sicherheit jederzeit gewährleisten.

Entscheidend dafür war die enge und bewährte Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen, insbesondere mit der Kantonspolizei, der Transportpolizei sowie den Feuerwehren der umliegenden Nachbargemeinden.

Das Jahr 2025 zeigte eindrücklich, dass Sicherheit nur durch das Zusammenspiel von Präsenz, Prävention, Intervention und Kooperation nachhaltig gewährleistet werden kann.

Stadtpolizei Aarau mit deutlich erhöhter uniformierter Präsenz im Jahr 2025

Die Stadtpolizei Aarau leistete im Jahr 2025 insgesamt 26575 Stunden uniformierte Präsenz. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von rund 9,1 Prozent (Vorjahr: 24365 Stunden). Diese Entwicklung unterstreicht die hohe Einsatzbereitschaft der Mitarbeitenden sowie den anhaltenden Bedarf an sichtbarer polizeilicher Präsenz im öffentlichen Raum.

Ein besonderer Schwerpunkt lag weiterhin im Bereich des Bahnhofs Aarau, wo 4602 Präsenzstunden geleistet wurden.

Zusätzlich wurde eine neue Schussweste eingeführt, welche die Sichtbarkeit der Stadtpolizei im öffentlichen Raum deutlich erhöht.

Zentrale Rolle auch über Stadtgebiet hinaus

Die Einsätze im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt nahmen im Berichtsjahr leicht ab. Mit 171 Fällen lagen sie unter dem Vorjahreswert von 182, stellen jedoch weiterhin eine erhebliche Belastung für die Einsatzkräfte dar.

Ebenfalls rückläufig waren die Einsätze im Zusammenhang mit psychisch auffälligen Personen, die sich von 90 auf 70 Einsätze reduzierten. Diese Einsätze sind häufig mit ärztlichen Abklärungen sowie Transport- und Begleitaufgaben verbunden und verursachen aufgrund langer Bearbeitungszeiten dennoch einen hohen zeitlichen Aufwand.

Insgesamt intervenierte die Stadtpolizei Aarau im Jahr 2025 3819 Mal. Davon entfielen 903 Einsätze auf die Vertragsgemeinden Biberstein, Oberentfelden, Unterentfelden, Erlinsbach AG, Hirschthal sowie Küttigen/Rombach. Dies verdeutlicht die zentrale Rolle der Stadtpolizei Aarau auch über das Stadtgebiet hinaus.

Durchschnittliches Einsatzaufkommen bei der Feuerwehr Aarau im Jahr 2025

Mit insgesamt 204 geleisteten Einsätzen verzeichnete die Feuerwehr Aarau im Jahr 2025 ein Einsatzaufkommen im durchschnittlichen Bereich. Auffällig war dabei die Entwicklung im Bereich der Brandeinsätze: Mit 31 Brandereignissen lag deren Anzahl über dem Vorjahreswert von 25 Ereignissen.

Erfreulich ist hingegen der erneute Rückgang der Einsätze im Zusammenhang mit automatischen Brandmeldeanlagen (BMA) ohne erforderliche Intervention. Diese reduzierten sich auf 78 Fälle. Dieser positive Trend ist auf eine konsequente Einsatznachbearbeitung seitens der Feuerwehr sowie auf die Umsetzung wirksamer Massnahmen durch die Anlagenbetreibenden zurückzuführen.

Der Mai erwies sich mit lediglich sechs Einsätzen als ereignisärmster Monat des Jahres, während der Januar mit 25 Einsätzen die höchste Einsatzbelastung verzeichnete. Betrachtet man die Wochentage, zeigte sich – wie bereits im Vorjahr – der Dienstag als einsatzreichster Tag.

Diese Einsatzverteilung stellt die Angehörigen der städtischen Milizfeuerwehr sowie deren Arbeitgebenden regelmässig vor organisatorische Herausforderungen. Die Bereitschaft der Arbeitgebenden, Mitarbeitende für den Feuerwehrdienst freizustellen, bleibt ein zentraler Erfolgsfaktor für eine rasche und wirksame Einsatzbewältigung.

Weiterentwicklung und Implementierung des Projekts «Sicherheit, Intervention, Prävention (SIP)»

Das Pilotprojekt SIP konnte sich im Jahr 2025 weiter etablieren. Mit einer personellen Verstärkung auf sechs Mitarbeitende wurden die Patrouillentätigkeiten deutlich ausgeweitet. Insgesamt leistete die SIP 892 Stunden Präsenz im öffentlichen Raum und trat mit 5730 Personen in Kontakt. Dabei kam es zu 366 Interventionen, die sich hauptsächlich auf Lärm- und Litteringproblematiken konzentrierten.

Die uniformierte Präsenz der SIP, insbesondere an Wochenenden bis in die frühen Morgenstunden, wurde in der Stadt weiterhin positiv wahrgenommen und leistete einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls, weshalb sie auch dauerhaft in die Abteilung Sicherheit verankert wird.

Insgesamt positive Bilanz

Vor dem Hintergrund weiter steigender Einsatzzahlen und zunehmender Herausforderungen über die gesamte Abteilung hinweg zieht die Abteilung Sicherheit insgesamt eine positive Bilanz.

Das Jahr 2025 steht exemplarisch für Professionalität, Anpassungsfähigkeit und engagierte Zusammenarbeit im Dienst der öffentlichen Sicherheit für die Bevölkerung.

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