Küttigen

Gutes Rechnungsergebnis 2025 für die Gemeinde Küttigen

Gemeinde Küttigen
Gemeinde Küttigen

Aarau,

Mit einem Ertragsüberschuss von einer Million Franken steht die Einwohnergemeinde Küttigen gut da. Die Stabilität des kommunalen Finanzhaushaltes ist gesichert.

Geldscheine Schweizer Franken Note
Die Gemeinde Küttigen konstatiert ein gutes Rechnungsergebnis 2025. (Symbolbild) - Depositphotos

Wie die Gemeinde Küttigen mitteilt, präsentiert die Einwohnergemeinde mit einem Ertragsüberschuss von einer Million Franken exklusive der Spezialfinanzierungen ein positives Ergebnis.

Angesichts des anhaltend hohen Investitionsbedarfes konnte mit diesem Plus die angestrebte Stabilität des kommunalen Finanzhaushaltes gewährleistet werden. Das Budget sah einen Aufwandüberschuss von 220'900 Franken vor.

Ausschlaggebend war der Steuerabschluss mit wesentlich höheren Einkommensteuern aus Vorjahren. Ebenso haben höhere Erbschafts- und Schenkungssteuern zum guten Ergebnis beigetragen. Der Realisierungsgrad der geplanten Investitionen insbesondere für die Bildungsinfrastruktur und die Sanierung der Kantons- und Gemeindestrassen beträgt 72 Prozent.

Die erzielte Selbstfinanzierung liegt mit 3,3 Millionen Franken leicht unter dem Vorjahreswert. Dennoch resultierte ein Finanzierungsfehlbetrag in der Höhe von 7,5 Millionen Franken. In der Folge erhöhte sich die Nettoschuld der Einwohnergemeinde von rund 200'000 auf 7,7 Millionen Franken.

Erfolgsrechnung Einwohnergemeinde: Einkommenssteuern präzis budgetiert

Im Detail zeigt der Steuerabschluss, dass die prognostizierten Einkommenssteuern des laufenden Jahres mit einer Abweichung von 0,1 Millionen Franken (minus 0,7 Prozent) präzis budgetiert wurden.

Darüber hinaus führten Nachträge der Einkommenssteuern mit einem Mehrertrag von insgesamt 0,8 Millionen Franken (plus 38 Prozent) zu einem wesentlich besseren Steuerergebnis. Ebenfalls sind die Vermögenssteuern mit einem Plus von 0,28 Millionen Franken höher ausgefallen als veranschlagt.

Ferner waren für den Steuerabschluss ausserdem die Quellensteuern plus 0,12 Millionen Franken, Steuererträge juristischer Personen plus 0,14 Millionen Franken und die Erbschafts- und Schenkungssteuern mit einem Plus von 97'806 Franken (plus 38 Prozent) ausschlaggebend. Hingegen blieben die Vermögensgewinnsteuern deutlich unter den Erwartungen.

Insgesamt erhöhte sich der Gemeindesteuerertrag gegenüber dem Budget um 1,1 Millionen Franken und beträgt inklusive Sondersteuern 24,2 Millionen Franken.

Minderaufwand bei Sach- und übrigem Betriebsaufwand

Der Personalaufwand ist mit 6,5 Millionen Franken gegenüber dem Budget um 1,6 Prozent höher ausgefallen.

Beim Sach- und übrigen Betriebsaufwand (Sanierungskosten Altdeponie Ritzer ausgenommen) wird gegenüber dem Budget ein Minderaufwand ausgewiesen. Dies entspricht einer Abnahme von 5,3 Prozent und ist im Wesentlichen auf tiefere Energie- und Betriebsmaterialkosten zurückzuführen. Insgesamt beträgt der Sach- und übrige Betriebsaufwand ohne Sanierung Altdeponie Ritzer 4,2 Millionen Franken.

Die planmässigen Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen und Investitionsbeiträgen belaufen sich auf 2,25 Millionen Franken und übertreffen das Budget mit einem Zuwachs von 5 Prozent.

Auch Schulgelder an Sonderschulen sind erheblich gesunken

Es werden weiterhin kontinuierlich steigende Fallzahlen im Bereich Kindes- und Erwachsenenschutz und insbesondere markant höhere zu finanzierende Restkosten für die Pflegefinanzierung registriert.

Hingegen sind Schulgelder an Sonderschulen gegenüber dem Vorjahr und Budget deutlich gesunken. Der Transferaufwand steigt auf 16,3 Millionen Franken (plus 1,4 Prozent).

Die vorfinanzierten Sanierungskosten der Altdeponie Ritzer schlugen im Berichtsjahr mit 9 Millionen Franken zu Buche. Die Beiträge der Kostenträger sind abgegrenzt worden und der Kostenanteil der Gemeinde wurde der erstmals im Jahr 2023 gebildeten Rückstellung demzufolge erfolgsneutral entnommen.

Investitionen verzeichnen verminderten Realisierungsgrad

Den Bruttoinvestitionen von 10,9 Millionen Franken stehen Investitionseinnahmen von 0,1 Millionen Franken gegenüber. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 10,8 Millionen Franken (Budget 15 Millionen Franken).

Die Abweichung erklärt sich hauptsächlich mit dem verminderten Realisierungsgrad (72 Prozent).

Einerseits sind im Berichtsjahr die verrechneten Ausgaben für die Ersatzinvestition «Musik- und Sportzentrum Stock, MuSpo» tiefer ausgefallen und andererseits betrifft dies ebenfalls Strassensanierungen, welche zu einem späteren Zeitpunkt als geplant begonnen wurden.

Der Finanzierungsausweis weist einen Finanzierungsfehlbetrag von 7,5 Millionen Franken aus. In der Folge steigt die Nettoschuld per Ende 2025 auf 7,7 Millionen Franken. Mittels Aufgaben – und Finanzplanung wurde eine Nettoschuld von 12,8 Millionen Franken prognostiziert. Das Delta erklärt sich mit dem reduzierten Ausführungsgrad der budgetierten Investitionen.

Wasserwerk (Gemeindebetrieb): Nettovermögen steigt

Die Erfolgsrechnung weist einen Ertragsüberschuss von 165'543 Franken aus (Budget 249'800 Franken).

Im Wesentlichen ist die Abweichung gegenüber dem Budget auf den resultierenden Minderertrag bei den Wassergebühren aufgrund des durchzogenen Sommers zurückzuführen.

Die Investitionsrechnung weist Nettoinvestitionen von 262'811 Franken (Budget 389'500 Franken) aus. Unter Berücksichtigung der erzielten Selbstfinanzierung von 362'062 Franken beträgt der Finanzierungsüberschuss 99'251 Franken.

In der Folge steigt das Nettovermögen auf 1,3 Millionen Franken.

Abwasserbeseitigung (Gemeindebetrieb) weist Aufwandüberschuss aus

Der Betrieb schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 29'742 Franken ab. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss in der Höhe von 79'500 Franken. Das tiefere Ergebnis erklärt sich einerseits mit dem höheren Unterhaltsaufwand Tiefbau und andererseits mit dem Minderertrag bei den Abwassergebühren basierend auf dem Trinkwasserbezug.

Die Nettoinvestitionsabnahme beträgt 286'382 Franken. Das Budget sah Nettoinvestitionen von 976'000 Franken vor. Das Delta begründet sich grösstenteils mit Verzögerungen der geplanten Kanalisationssanierungen und mit dem höheren Ertrag aus Anschlussgebühren.

Unter Berücksichtigung der Selbstfinanzierung von 132'197 Franken resultiert ein Finanzierungsüberschuss von 418'580 Franken. Demzufolge erhöht sich das Nettovermögen per Ende 2025 auf 5,2 Millionen Franken.

Abfallwirtschaft (Gemeindebetrieb) verdoppelt Ertragsüberschuss

Der Eigenwirtschaftsbetrieb weist einen Ertragsüberschuss von 84'411 Franken (Budget 41'200 Franken) aus. Im Rechnungsjahr sind keine Investitionen getätigt worden.

Die erzielte Selbstfinanzierung beträgt 91'270 Franken und ist mangels Investitionen identisch mit dem Finanzierungsüberschuss.

Die per Ende 2025 verbleibende Nettoschuld beträgt 14'925 Franken.

Ortsbürgergemeinde übertrifft budgetierten Ertragsüberschuss

Aus der Ortsbürgerverwaltung resultiert ein Ertragsüberschuss von 15'360 Franken; das Budget sah einen solchen von 9480 Franken vor.

Das bessere Ergebnis ist hauptsächlich auf reduzierte Sachaufwendungen und die tiefere Verzinsung des Waldfonds zurückzuführen. Der Gewinn wurde dem Eigenkapital zugewiesen.

Die Rechnung des Forstbetriebes Jura weist einen Gewinn von 440'209 Franken aus. Der Gewinnanteil der Ortsbürgergemeinde Küttigen beträgt 110'052 Franken.

Zum Ausgleich der Rechnung war eine Einlage in den Waldfonds von 92'961 Franken (Budget 43'350 Franken) möglich. Der Bestand des Waldfonds beträgt per Ende 2025 eine Millione Franken.

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