Der FC Aarau muss bei der 2:4-Niederlage gegen den Neuchâtel Xamax FCS erstmals in dieser Spielzeit als Verlierer vom Rasen - trotz einer Zwei-Tore-Führung.
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Bei einem Heimspiel konnte der SC Emmen gegen den FC Littau brillieren. - Keystone Symbolbild

Wie der Verein FC Aarau meldet, gingen die Schützlinge von FCA-Cheftrainer Stephan Keller auch auf der Maladière frühzeitig in Führung analog zum jüngsten Auswärtssieg in Thun (2:1).

Nach ersten Versuchen von Mickaël Almeida (4.) und Marco Aratore (5.) profitierte Silvan Schwegler in der achten Minute von einem ungenügenden Abspiel von Xamax-Schlussmann Theo Guivarch. Der Aarauer Mittelfeldspieler passte das Leder flach in den gegnerischen Strafraum, wo Aratore aus kurzer Distanz vollendete.

Um den berühmten Schritt zu spät

Damit übernahmen die Gäste nicht nur die virtuelle Leaderposition, sondern auch die Kontrolle über das Nachtragsspiel, welches vor zweieinhalb Wochen aufgrund der Hochwasserlage am Neuenburgersee verschoben werden musste.

Die Brügglifeld-Elf liess den Gegner mit einer konzentrierten Abwehrleistung fast nicht zur Entfaltung kommen. Nur einmal war Rückhalt Simon Enzler gefordert, als er einen Schuss von Maren Haile-Selassie aus zentraler Position reflexartig um den Pfosten lenkte (16.). Auf der Gegenseite verpasste es Aratore nach einem öffnenden Zuspiel von Léon Bergsma in die Spitze einen zweiten Treffer für sein Team nachzulegen (20.).

Dieser folgte schliesslich in der 28. Minute: Auf Vorarbeit von Bastien Conus traf Kevin Spadanuda aus halblinker Position zum 2:0 in die entfernte Torecke. In der Folge schrammten die Gäste nur knapp an einem dritten Torerfolg vorbei, doch Spadanuda kam nach einer aussichtsreichen Hereingabe von Schwegler um den berühmten Schritt zu spät.

Mittels Abstauber zum Anschlusstreffer

Dreimal wechselte Xamax, welches sich vor heimischer Kulisse über weite Strecken des ersten Durchgangs dominieren lassen musste, in der Halbzeitpause – und als FCA-Keeper Enzler nur kurze Zeit später beim satten Schuss von Louis Mafouta retten musste, war dies ein erster Vorbote für die wütenden Angriffe der Hausherren, welche auf die Gästeabwehr zurollten.

Nach einem Abschlussversuch von Yanis Lahiouel gelang es «Joker» Mafouta mittels Abstauber für den Anschlusstreffer zu sorgen (51.). Knapp zwei Zeigerumdrehungen später fand ein schnell ausgeführter Freistoss durch Max Veloso zum ebenfalls erst eingewechselten Raphaël Nuzzolo, der das Leder freistehend zum Ausgleich in der langen Ecke versenkte.

Neuerlicher Nackenschlag durch gegnerischen Doppelpack

Die Aarauer wurden für ihre Unachtsamkeiten in dieser Phase des Spiels hart bestraft. Als sie sich schliesslich wieder aus der heimischen Unklammerung zu lösen schienen – und Almeida nur knapp am rechten Pfosten vorbeigeschossen hatte (66.) – folgte ein neuerlicher Nackenschlag in Form eines (weiteren) gegnerischen Doppelpacks.

Zuerst traf Max Veloso mit einem Kunstschuss in den linken Winkel zur erstmaligen Führung für die Hausherren (69.), danach sorgte der Ex-FCA-Spieler Mats Hammerich (71.) durch einen erneuten Abschluss aus der Distanz für das negative Endergebnis aus Aarauer Sicht, verbunden mit der ersten Aarauer Saisonniederlage.

Nächstes Spiel

Am kommenden Sonntag (17.00 Uhr, in Maggia) steht der FCA in der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups im Einsatz, wenn es zum Duell mit dem Tessiner Viertligisten aus Someo kommt.

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