Zwei Jahre nach einem gescheiterten Versuch hat der US-Büroraum-Anbieter Wework an der Wall Street einen erfolgreichen Börsenstart hingelegt.
Wework geht an die Börse
Wework geht an die Börse - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • US-Büroraum-Anbieter startet an New Yorker Wall Street.

Die Aktie des Unternehmens legte am Donnerstag nach Handelsbeginn in New York um zwischenzeitlich mehr als 13 Prozent zu. Allerdings war die Bewertung von Wework mit rund neun Milliarden Dollar (7,7 Milliarden Euro) viel niedriger als die 47 Milliarden Dollar, die das Unternehmen 2019 angepeilt hatte.

Das 2010 gegründete Startup, das Büroraum und Co-Working-Plätze vermietet, hatte lange Zeit für Furore gesorgt. Angesichts von wachsender Skepsis bei Investoren, Zweifel am Wirtschaftsmodell und Kritik an der Führung des jungen Unternehmens verschob Wework den ursprünglich für 2019 geplanten Börsengang und vertagte ihn dann auf unbestimmte Zeit. Hohe Verluste bescherte das auch dem japanischen Softbank-Konzern, der in Wework Milliardensummen investiert hat und nach wie vor grösster Anteilseigner ist.

Wework verschob schliesslich seinen Fokus: Hatte das Unternehmen sich zunächst vor allem an junge Freiberufler gewandt, zielt Wework inzwischen auf Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten ab, die Büroräume in Innenstädten suchen. Das Unternehmen verfügt inzwischen über 762 Büros in 150 Städten in 38 Ländern. Wework macht nach wie vor Verluste, will aber im ersten Quartal des kommenden Jahres in die Gewinnzone kommen.

Der Börsengang erfolgte nun über eine Fusion mit einer sogenannten Special Purpose Acquisition Company (Spac), einer Art leeren Hülle, die bereits an der Börse gehandelt wird. Mit dem Börsengang wollte Wework bis zu 1,3 Milliarden Dollar einnehmen. Das umfasst Beteiligungen von Investoren wie Blackrock oder Fidelity.

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