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    Weltbank: Höhere Düngerpreise belasten Lebensmittelangebot

    Keystone-SDA
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    USA,

    Steigende Düngermittelpreise bedrohen nach Angaben der Weltbank die sichere Lebensmittelversorgung von Millionen von Menschen. Die Preise dürften im laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahr um 31 Prozent steigen, heisst es in einem Rohstoffbericht des Instituts.

    Steigende Düngermittelpreise bedrohen nach Angaben der Weltbank die sichere Lebensmittelversorgung. Die Preise dürften im laufenden Jahr um rund ein Drittel steigen. (Im Bild ein Dün...
    Steigende Düngermittelpreise bedrohen nach Angaben der Weltbank die sichere Lebensmittelversorgung. Die Preise dürften im laufenden Jahr um rund ein Drittel steigen. (Im Bild ein Dün... - KEYSTONE/DPA/JENS BÜTTNER

    Bauern stünden vor der Herausforderung, für Dünger so viel zu bezahlen wie seit 2022 nicht mehr – damals hatte der Beginn des russischen Angriffskrieges ebenfalls zu einer Energiekrise geführt und Hungersnöte weltweit verschärft.

    Höhere Kosten dürften den Gewinn von Bauern schmälern und Ernteerträge gefährden, warnt die Weltbank. Dies könnte fatale Folgen für die Lebensmittelversorgung und Bezahlbarkeit von Essen haben: Nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen könnten bis zu 45 Millionen Menschen zusätzlich hungern, sollte sich der Konflikt im Nahen Osten verlängern.

    Im kommenden Jahr dürfte sich laut Weltbank der Preisanstieg dann zumindest etwas abschwächen – vorausgesetzt, die durch den Iran-Krieg erschwerten Düngemittel- und Rohstoffexporte dauern nicht über den Mai hinaus an. Zudem dürfen die Erdgaspreise in diesem Szenario nicht die Höchststände aus dem Jahr 2022 erreichen.

    Insgesamt geht die Weltbank davon aus, dass der Iran-Krieg zum stärksten Anstieg der Energiepreise seit vier Jahren führen wird. 2026 dürften diese um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen, heisst es weiter in dem Bericht. Bei Rohstoffen insgesamt dürfte der Preisanstieg bei 16 Prozent liegen. Neben der Energiekrise und der verschärften Situation bei Dünger würden auch bestimmte Metalle dazu beitragen.

    Grund dafür ist die prekäre Situation in der Strasse von Hormus: Laut Weltbank wird dort gut ein Drittel des weltweiten Rohölhandels auf dem Seeweg abgewickelt. Der Iran sowie die USA blockieren mittlerweile die wichtige Meerenge auf unterschiedlichen Wegen – und lösten damit «den grössten Ölversorgungsschock seit Beginn der Aufzeichnungen» aus.

    Der Krieg treffe die Weltwirtschaft in mehreren Wellen, sagte Weltbank-Chefökonom Indermit Gill laut Mitteilung. «Zunächst durch höhere Energiepreise, dann durch höhere Lebensmittelpreise und schliesslich durch eine höhere Inflation, die die Zinsen in die Höhe treiben und die Verschuldung noch teurer machen wird.»

    Gill mahnte, die ärmsten Menschen auf der Welt würden am stärksten getroffen. Auch die Bevölkerung in Entwicklungsländern habe unter eine ohnehin hohen Schuldenlast zu leiden. «All dies erinnert an eine bittere Wahrheit: Krieg ist Entwicklung in umgekehrter Richtung.»

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    Kommentare

    User #5424 (nicht angemeldet)

    Da muss das Herz der grünen und allen andern umweltaristokrsten lachen,

    User #934 (nicht angemeldet)

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